Kein Team auf Aufstiegsplatz

Junglöwen vor unsicherer Zukunft: U17 und U19 stecken in Bayernliga fest

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Eric Weeger stand 2016 noch im Halbfinale um die A-Juniorenmeisterschaft und steht jetzt im Profikader. Seine Nachfolger haben einen schweren Stand in der Bayernliga. 

Wie geht es weiter mit der einst erfolgreichen Nachwuchsarbeit des TSV 1860? Weder die A- noch die B-Junioren stehen in der Bayernliga auf einem Aufstiegsplatz. 

„Eigentlich über Jahrzehnte“, betont Dieter Märkle, „war die gute Nachwuchsarbeit ein Eckpfeiler der Löwen und identitätsstiftend“. Der 56- Jährige weiß, wovon er spricht. Ist er doch für jenen 1860-Nachwuchs zuständig. Als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) ist jedoch auch Märkle ein Opfer der unsicheren Zukunft beim Giesinger Traditionsverein. Wenngleich er sich bei diesem Thema eher windet, da „das in den Gremien entschieden wird“ und er darauf eben nur begrenzten Einfluss hat, bekennt er doch, dass er „am liebsten schon im November oder Dezember gewusst hätte, wie es weitergeht“. Aktuell hofft er darauf, „in den nächsten zwei, drei Wochen“ Planungssicherheit zu bekommen.

Ein Großteil der Profimannschaft der Löwen rekrutiert sich unter Trainer Daniel Bierofka, natürlich ebenfalls ein Eigengewächs, aus dem eigenen Nachwuchs. Seit vielen Jahren wird das 1860-NLZ mit der höchsten Bewertung von drei Sternen zertifiziert, in der ersten und zweiten Liga findet sich kaum eine Mannschaft, die nicht mindestens einen bei 1860 ausgebildeten Akteur in ihren Reihen hat. Der Absturz 2017 in die Regionalliga ging aber unglücklicherweise mit einem Doppelabstieg der U19 und der U17 aus den Junioren-Bundesligen einher. Seitdem kämpfen die Münchner um eine Rückkehr in die höchste Spielklasse. Mit bescheidenem Erfolg.

U19 hat zwölf Punkte Rückstand - U17 darf noch hoffen

Die U19 rangiert in der A-Junioren-Bayernliga lediglich auf Platz fünf, zwar wurde nur ein Spiel verloren, acht Unentschieden in 15 Begegnungen aber verhinderten eine bessere Platzierung. Der erst vor der Saison aus Deisenhofen gekommene Trainer Helmut Lucksch schmiss bereits im Herbst das Handtuch, unter seinem jungen Nachfolger Jonas Schittenhelm sollen „jetzt schon die Weichen für die nächste Saison gestellt werden“, wie NLZ-Leiter Märkle erklärt. Der 33-Jährige ist der Cousin des ehemaligen 1860-Profis David Schittenhelm, am 2. März steht das erste Pflichtspiel des Jahres bei den Würzburger Kickers auf dem Programm.

Am selben Tag eröffnet auch die U17 des TSV 1860 ihr neues Spieljahr. Unter Trainer Peter Ulbricht überwinterten die B-Junioren auf Platz zwei, fünf Punkte hinter dem noch ungeschlagenen Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth. Am 2. März nun gastieren die Junglöwen direkt beim Fürther Nachwuchs, „ein wegweisendes Spiel“, wie auch Märkle, der die Hoffnung auf einen Wiederaufstieg der U17 noch nicht begraben hat, mit Nachdruck konstatiert. Mit 48 Treffern in 14 Partien sind Ulbrichts Junglöwen die Tormaschine der Liga, der Jahrgang gilt als einer der stärksten seit Jahren.

Ob jedoch die Vereinsführung bereit ist, den hohen Standard aufrecht zu erhalten, ist eine Frage der Finanzen. Und das ist ein heikles Thema bei den Löwen. Dementsprechend vorsichtig äußert sich Märkle und bleibt dabei allgemein: „Für jeden Verein sollte es doch lohnender sein, in den eigenen Nachwuchs zu investieren, als extern Spieler für teures Geld zu holen.“ Momentan jedoch ist selbst der kleine Nachbar aus Unterhaching drauf und dran, dem TSV 1860 auch im Nachwuchsbereich den Rang abzulaufen. Allgemein aber, erläutert Märkle, sei „die Anzahl der NLZs in den letzten Jahren einfach enorm gewachsen“ und man deshalb „großer Konkurrenz ausgesetzt“. 

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