Albaner jetzt für SV Meppen aktiv

Ex-Löwe Rama vor Wiedersehen im Interview: „Dann krieg‘ ich immer noch Gänsehaut“

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Rettung in höchster Not: Dank zwei später Treffer im Relegationsrückspiel gegen Holstein Kiel sicherten Valdet Rama und die Löwen 2015 die Zugehörigkeit zur 2. Liga.

Valdet Rama trug zwei Jahre lang das Löwen-Trikot und erlebte darin zwei Happy Ends. Nun gibt es ein Wiedersehen als Meppener.  Im Interview spricht der Albaner über eine bewegende Zeit.

  • Beim nächsten Sechzig-Gegner SV Meppen spielt mit Valdet Rama ein Ex-Löwe.
  • Der Albaner erlebte bei den Giesingern aufreibende Zeiten mit zwei Happy Ends.
  • Zwischenzeitlich verdiente er sein Geld sogar in China.

München - Das Auswärtsspiel des TSV 1860 beim SV Meppen (Sa., ab 14 Uhr hier im Live-Ticker) - es wird auch ein Wiedersehen mit Valdet Rama (32). Von 2014 bis 2016 stürmte der Ex-Nationalspieler Albaniens (15 Einsätze) bei den Löwen. Was er über seine Zeit in Giesing denkt und wie er die Löwen heute sieht - im Interview steht’s.

Valdet, was ist das Erste, das Ihnen beim Stichwort Sechzig in den Kopf schießt?

Rama: Der Moment, als Kai (Bülow) den Pfosten-Abpraller gegen Kiel über die Linie gedrückt hat (die Löwen setzten sich 2015 in der Zweitliga-Relegation durch, d. Red.). Diese Erleichterung, diese Jubel-Explosion in der Arena - den Abend werde ich mein Leben lang nicht vergessen.

Von Ihnen kam der Schuss, der das Happy End erst ermöglichte.

Rama: Ich hab‘ die Lücke gesehen, der Rest ging ganz automatisch. Wenn ich jetzt wieder dran denke, dann krieg‘ ich immer noch Gänsehaut (lacht).

Allzu viel Positives haben Sie bei 1860 ja auch nicht erlebt…

Rama: Das stimmt. Im Grunde war es diese Rettung gegen Kiel - und dann in der nächsten Saison noch mal das glückliche Ende, als wir mit Daniel ­Bierofka die letzten drei Spiele gewonnen haben. Den Support der Fans muss ich noch nennen, das war außergewöhnlich. Ansonsten gab’s halt viel Unruhe. Aber das gehört bei 1860 dazu.

Auf einen neuen Vertrag konnten Sie sich nicht einigen. Ihre nächste Station waren die in die 2. Liga aufgestiegenen Würzburger. Was ist dort schiefgelaufen?

Rama: Wir haben eine super Hinrunde gespielt, aber dann sind wir in einen Negativlauf reingeraten, den wir nicht mehr stoppen konnten.

Ihre nächste Station hieß Yanbian Funde, ein chinesischer Zweitligist…

Rama im Löwen-Dress: Zwei Jahre lang spielte der Albaner für die Giesinger.

Rama: Durch den Abstieg mit Würzburg war ich vertragslos. Yanbian war das erste Angebot, das gekommen ist. Ich hab‘ mir gedacht, das probier‘ ich jetzt aus. Sportlich war’s am Anfang okay, aber dann gab’s einen Trainerwechsel und der neue hat auf andere Ausländer gesetzt - es durften nur drei spielen. Nach einem Jahr haben wir das dann beendet. Ich wollte auch wieder nach Deutschland zu meiner Familie, zu meinen zwei kleinen Töchtern.

Sie haben fast das ganze Jahr 2018 pausiert. Was hat Sie bei der Stange gehalten?

Rama: Ganz wichtig war Torsten Fröhling. Wir wohnen in Hagen - er hat mir als Trainer von Schalke II ermöglicht, dass ich mich in Gelsenkirchen fit halte. Ende des Jahres hat sich die Gelegenheit ergeben, dass ich für sechs Monate zum FK Kukesi nach Albanien wechsle. Und dann kamen Anfragen aus der Dritten Liga. Meppen hat sich am meisten bemüht.

Mit Meppen sind es elf Vereine in 15 Jahren. Reicht’s jetzt mit dem Wandervogel-Dasein?

Rama: (lacht) Ja, erst mal hab‘ ich genug davon. Meppen war eine gute Entscheidung, das ist ein familiärer Verein mit richtig Qualität in der Mannschaft. Hier fühl‘ ich mich wohl.

Mit wem von 1860 haben Sie Kontakt?

Rama: Es sind nur noch Sascha (Mölders) und Felix (Weber) da aus meiner Zeit. Großen Kontakt gibt’s da nicht, aber ich freue mich drauf, die Jungs am Samstag zu sehen. Auf Sascha müssen wir verdammt aufpassen, der alte Junge hat echt einen Lauf.

Interview: Ludwig Krammer

Bei der Suche nach einem Ausweich-Stadion

handeln sich die Löwen Absage um Absage ein. Trainer Michael Köllner hat

gegen Meppen die Qual der Wahl

. In einem SWR-Bericht unterlief dem Sender eine peinliche Namenspanne - die für

mehr als nur Aufregung im Löwen-Lager

sorgte. 

Nur einen Tag nach dem 1:1 gegen Meppen testet Trainer Michael Köllner seine 1860-Reserve im Spiel gegen den TSV 1865 Dachau. Wir berichten im Live-Ticker.

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