Trainer stellt kleines Ultimatum

Pereira: Ismaik hat mir mehr Qualität versprochen

Vitor Pereira stellt den Löwen bereits vor dem Rückrundenauftakt ein Ultimatum.
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Vitor Pereira fordert mehr Qualität.

München - 1860-Trainer Vitor Pereira verrät, was er vor Vertragsunterzeichnung bei den Löwen über deren Spielweise dachte und wie lange er beim TSV zu bleiben gedenkt.

Der TSV 1860 München hat bereits seinen ersten Winter-Neuzugang perfekt gemacht. Am Dienstag verkündeten die Blauen die Verpflichtung von Abdoulaye Ba, der vom FC Porto ausgeliehen wird - der TSV besitzt außerdem eine Kaufoption für den senegalesischen Nationalspieler, der mit Neu-Trainer Vitor Pereira in eine erfolgreiche Rückrunde starten will. 

Ob dessen Engagement bei den Löwen allerdings länger andauern werden wird als bei seinen beiden letzten Stationen (jeweils ein Jahr bei Olympiakos Piräus und Fenerbahce Istanbul), ließ der Portugiese im Gespräch mit dem Kicker offen und stellte gar ein kleines Ultimatum: „Wenn ich nach eineinhalb Jahren sehe, dass es nicht funktioniert, dann kommt eine andere Herausforderung. Wenn jeder glücklich ist, das Team mir folgt und mich versteht, dann machen wir weiter.“

Pereira: „Habe direkt gesehen, dass wir mehr Qualität benötigen“

Wie Geschäftsführer Anthony Power indes verkündete, sind außerdem weitere Transfers bei den Löwen geplant - und die sind laut Pereira auch bitter nötig: „Ich bin ein ambitionierter Trainer, und es würde keinen Sinn für mich ergeben, wenn ich hier wäre, ohne vom Verein die Voraussetzungen für einen Aufstieg zu bekommen. Ich habe mir vor Unterzeichnung des Vertrags die Spiele angesehen und direkt gesagt, dass wir mehr Qualität benötigen“, so der Portugiese. „Und Hasan Ismaik hat mir versprochen, dass wir das umsetzen.“

Vor dem Rückrunden-Auftakt gegen Greuther Fürth am Freitagabend, bei dem die Löwen mit einer mageren Kulisse rechnen müssen, äußert sich Pereira auch über die Konsequenzen eines möglichen Aufstiegs. Mit der richtigen Ordnung könnten viele seiner Spieler in der Bundesliga bestehen, so der Coach. „Wir müssen uns aber dennoch mit technisch starken Akteuren verstärken, die in der Lage sind, mein Spiel zu spielen. Wir benötigen in jedem Bereich mehr Qualität, in der Abwehr, im Mittelfeld und um Sturm“, fordert der 48-Jährige.

„Natürlich war alles etwas chaotisch“

Daher habe er bereits zwei bis drei Spieler pro Position vorgeschlagen, die den Löwen weiterhelfen könnten. „Der Rest ist Verhandlungssache, das dauert manchmal etwas länger“, weiß der Cheftrainer. Wenn man wirklich ein großer Verein werden wolle, dann dürfe man das aber nicht nur sagen - man müsse sich auch professionalisieren: „Das versuchen wir in jedem Bereich, es geht aber nicht so schnell.“

Es sei aber insgesamt dennoch sinnvoll, jetzt schon Spieler zu holen, „wenn wir nächstes Jahr in die Bundesliga aufsteigen wollen“, so Pereira. Dafür, und für eine gute Rückrunde, hat er mit seiner Mannschaft den Grundstein im Wintertrainingslager gelegt: „Sie sind sehr viel gelaufen und haben Willen gezeigt, aber natürlich war alles etwas chaotisch“, erzählt Pereira. 

„Bei Ballgewinn schnell nach vorne spielen“

Auf was für einen Fußball dürfen sich die Löwen-Fans also in der Rückrunde freuen? „Ich möchte eine Mannschaft sehen, die defensiv gut organisiert ist und genau weiß, wann sie pressen muss und wann nicht. Bei Ballgewinn soll sie schnell nach vorne spielen, wenn es nicht geht, soll sie aber auch den Ball halten können“, kündigt er an. Ob die Löwen diese Philosophie bereits verinnerlicht haben, zeigt sich am Freitagabend beim Rückrundenauftakt gegen Greuther Fürth. Das Spiel können Sie wie gewohnt in unserem Live-Ticker verfolgen. 

Was sich in Sachen Neuzugängen bei den Blauen tut, erfahren Sie hier in unserem 1860-Transfer-Ticker.

Sport1-Video: So kurios lief Pereiras Vorstellung

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snacktv

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