Wechsel vor Vollzug

Osako soll die Löwen 75 Millionen Yen kosten

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Der Wechsel zum TSV 1860 steht unmittelbar bevor: Yuya Osako (l.).

München - Der Wechsel von Yuya Osako zum TSV 1860 könnte nun stündlich offiziell vermeldet werden. Eine japanische Zeitung berichtet nun über die Ablösesumme.

75 Millionen! Wenn es Euro wären, könnte man dafür ein eigenes Löwen-Stadion bauen. Oder auch fast einen Gareth Bale kaufen. Aber es handelt sich - zum Glück für die 1860-Finanzen - "nur" um Yen. So viel Ablöse soll Wunsch-Stürmer Yuya Osako (19 Saisontore für die Kashima Antlers) die Sechziger kosten. Das berichtet das japanische Medium Sports Hochi.

Umgerechnet sind dies etwa 530.000 Euro. Ob die Löwen dies in einem Batzen zahlen können, ist fraglich. Zuletzt war nach tz-Informationen eine gestaffelte Ablöse für den japanischen Nationalspieler im Gespräch.

Auch laut Sports Hochi steht einem Osako-Wechsel zum TSV 1860 nichts mehr im Wege. Das deckt sich mit Informationen unserer Onlineredaktion vom Samstag, wonach der 23-Jährige den Löwen bereits seine Zusage gegeben hat und vor der Unterschrift bei den Blauen steht.

1860-Sportchef Florian Hinterberger wollte auf Anfrage unserer Onlineredaktion am Sonntag keine Wasserstandsmeldung zur Personalie Osako abgeben.

Einer Teilnahme von Osako am Löwen-Trainingsauftakt am Dienstag (15 Uhr) steht (fast) nichts mehr im Wege. Dass er dann auch auf seinen designierten Vorlagengeber trifft, ist allerdings fraglich. Zwar hat sich der eine Kandidat Robert Zulj (SV Ried) noch nicht entschieden und ist der andere Sonny Kittel (Eintracht Frankfurt) weiterhin ein Thema. Doch ein Abschluss könnte sich hier noch hinziehen.

Armin Linder

1860-Winter-Transfers: Gerüchte im Überblick

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Unter Friedhelm Funkel läuft es jetzt endlich besser bei den Löwen, allerdings soll der Kader im Winter trotzdem punktuell verstärkt werden. Mit der Defensive sind alle Beteiligten zufrieden, neue Spieler sind eher in der Offensive gefragt. Spieler könnten den TSV im Winter aber auch verlassen. "Abgänge sind nicht ausgeschlossen. Auch in dieser Richtung gibt es das ein oder andere Gespräch. Es muss passen", erklärt Sportchef Florian Hinterberger. Wir fassen die ersten Gerüchte für Sie zusammen. © dpa
YUYA OSAKO: Als absoluten Wunschspieler hat 1860-Coach Friedhelm Funkel den Japaner bezeichnet. Und den hat der Trainer bekommen. Osako ist erster Winter-Neuzugang der Löwen. © AFP
SONNY KITTEL (r.): Das Mega-Talent wurde bei Eintracht Frankfurt von mehreren Verletzungen zurückgeworfen und kämpft nun um den Anschluss. Wie unsere Onlineredaktion erfuhr, sind die Löwen an einer Verpflichtung interessiert. "Er ist einer von den Spielern, mit dem wir uns beschäftigen", bestätigt 1860-Sportchef Florian Hinterberger. Für Friedhelm Funkel war er hingegen nie ein Thema. © M.I.S.
ROBERT ZULJ (r.): Ein Spielmacher, der auch im Sturm spielen kann, knipst in Österreich nach Belieben! Kein Wunder, dass die Sechziger am 21-Jährigen vom SV Ried interessiert waren. Sein Name ist den Löwen geläufig. "'Robert Tschul' spricht man das aus. Sie sehen also: Wir haben uns mit diesem Spieler schon beschäftigt", so Florian Hinterberger. Allerdings hat sich Zulj inzwischen für Red Bull Salzburg entschieden. © picture alliance / dpa
MALIK FATHI (r.): Der Ex-Nationalspieler war schon ein halbes Jahr ein Löwe, musste dann aber zurück nach Mainz. Nun soll eine Rückholaktion im Raum stehen. Allerdings wäre Fathi eher ein Spieler für die ohnehin gut besetzte Defensive. Löwen-Sportchef Florian Hinterberger erklärt: "Malik Fathi ist einer von mehreren Spielern, mit denen wir im Gespräch sind." © picture alliance / dpa
SERCAN SARARER: Bei Fürth sorgte der Deutsch-Türke für viel Furore, beim VfB Stuttgart eher weniger. Mit einer Ausleihe könnten die Sechziger einen tollen Fang machen. © M.I.S.
MITCHELL WEISER: In der vorigen Rückrunde ließ sich Mitchell Weiser zum 1. FC Kaiserslautern ausleihen, nun wurde sein Name schon bei 1860 ins Spiel gebracht. Doch das ist kein Thema. "Von den Löwen weiß ich nichts", so sein Berater Norbert Nasse, der betont, dass Weiser wohl auch in der Rückrunde bei Bayern bleiben wird. © M.I.S.
LUKAS HINTERSEER: Der Offensivmann und österreichische Neu-Nationalspieler (hier bei seinem Debüt gegen die USA) sorgt in der Alpenrepublik nachhaltig für Furore. Deswegen ist auch in Deutschland die halbe erste und zweite Liga an ihm interessiert, angeblich auch die Löwen. Doch gegen Konkurrenz wie Hoffenheim und Gladbach wäre eine Verpflichtung schwierig bis unmöglich. © picture alliance / dpa
NICK PROSCHWITZ: Bei Paderborn war der lange Stürmer ein Goalgetter, danach suchte er in England bei Hull City sein Glück. Beim Premier-League-Klub darf er aber kaum spielen. Die Löwen waren schon einmal interessiert, möglicherweise wird er nun im Winter wieder ein Thema. © dpa
PENIEL MLAPA: Bei Borussia Mönchengladbach darf der Ex-Löwe gar nicht ran - logisch, dass da ein Wechsel zu seinem ehemaligen Klub in der Gerüchteküche gehandelt wird. "Peniel Mlapa ist keine realistische Option. Wir reden hier von einem Bundesliga-Profi, der bei einem deutschen Spitzenklub unter Vertrag steht. Das ist deshalb aus verschiedenen Hinsichten nicht realistisch", sagt allerdings 1860-Sportchef Florian Hinterberger. © picture alliance / dpa
MICKAEL POTE: Wann immer ein Offensivmann gesucht wird, kommt der bullige Stürmer von Dynamo Dresden ins Gespräch, der so manchen Fürsprecher an der Grünwalder Straße haben soll. Konkretes Gerücht gibt es für diesen Winter keines - noch nicht? © picture alliance / dpa
ROB FRIEND: Der groß gewachsene Kanadier kommt bei den Löwen nicht wirklich zum Zug. Abschiedspläne schmiedet er aber gegenwärtig keine. "Anfragen gibt's für ihn aus der zweiten Liga, aber das ist für uns im Moment kein Thema. Er ist bei einem Verein, der das Potenzial hat aufzusteigen, deswegen wird das von uns im Moment nicht forciert", so sein Berater Andreas Kirsch Anfang Dezember zu unserer Onlineredaktion. © M.I.S.
STEPHAN HAIN: Der Ex-Augsburger formulierte gegenüber der "Passauer Neuen Presse" schon Abschiedsgedanken: "Noch läuft es nicht so richtig. Ich gebe bis zum Winter auf jeden Fall alles und versuche meine Einsätze zu kriegen. Wenn sich nichts ändert, muss ich mir natürlich Gedanken machen." Doch sein Berater Heiko T. Weber erklärt: "Ein Wechsel kommt für Stephan nicht in Frage." © picture alliance / dpa

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