TSV 1860

Zwischenspurt fürs Saisonziel: Aalen und Cottbus sollen Punkte für Klassenerhalt liefern

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Nach dem Uerdingen-Unentschieden soll endlich ein Sieg her. 

Der VfR Aalen und Energie Cottbus müssen demnächst gegen die Löwen antreten. Beide Vereine schwächeln, was dem TSV 1860 endlich einen Sieg bescheren könnte. 

Gefragt nach den Vorsätzen fürs neue Jahr, herrschte große Einigkeit beim TSV 1860. „Wir wollen Distanz zur Abstiegszone schaffen und so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern“, sagte Sechser Daniel Wein. Stürmer Nico Karger pflichtete bei: „Dieses Jahr geht’s, denk ich, darum, dass wir der Liga erhalten bleiben.“ So viel zum erklärten Primärziel. Nun zur Realität, die besagt: Größer ist der Abstand auf Platz 17 seit der Winterpause nicht geworden. 

Löwen spielen zu oft unentschieden

Fünf Punkte waren es vor dem 1:1 in Lotte. Vier sind es nach dem 1:1 beim KFC Uerdingen. Womit ein Kernproblem bereits umrissen wurde: Die Löwen spielen zu oft Unentschieden. Exakt fünfmal in den letzten zehn Partien. Siege sind weiterhin blaue Mangelware (nur drei in den letzten 17 Spielen). Aber: Es naht Hoffnung – und zwar in Gestalt zweier Klubs, denen es so richtig dreckig geht in dieser vorentscheidenden Saisonphase. Aalen, Heimgegner am Montag, ist seit zwölf Spielen ohne Sieg (beim letzten, dem 3:2 in Zwickau, war in München noch Wiesn). Prompt wurde gestern VfR-Trainer Argirios Giannikis vor die Tür gesetzt. Etwas besser geht es Energie Cottbus, dem Mitaufsteiger und nächsten Auswärtsgegner. Jedoch: Auch die Lausitzer haben das Gegenteil von einem Lauf: Nach dem süßen Sieg kurz vor Weihnachten (2:0 bei Hansa Rostock, dem übernächsten Löwen-Gegner) setzte es zwei Heimpleiten: 2:3 gegen Wehen und 1:2 gegen Würzburg. Dazwischen war ein Gastspiel in Haching angesetzt, das jedoch fiel dem bayerischen Winter zum Opfer. 

Löwen-Vorteil: Ihre nächsten Gegner sind recht schwach

Bedeutet für die Löwen, dass einiges drin sein könnte nächste Woche. Im Idealfall zwei Siege. Hoffnung macht neben der schlechten Form der Gegner, dass die Löwen bereits die Hinspiele klar gewonnen hatten (4:1 bzw. 2:0). Zwar war es das einzige Mal, dass das Team von Daniel Bierofka zwei Siege aneinander reihen konnte. Aber: Die Chance ist durchaus gegeben, mal eben mit einem Zwischenspurt der vorzeitigen Rettung näherzukommen. Grundvoraussetzung ist, dass die Löwen ihre Siegermentalität wiederentdecken, aufhören, sich selbst zu dezimieren (wie dreimal in den letzten fünf Spielen) – und ein altes Bierofka-Zitat mit Leben füllen. Dieses lautet sinngemäß so: „Sehet, alle meine Mannschaften haben schon immer in der Rückrunde (noch) besser gepunktet als zuvor.“ Man mag es kaum glauben, aber selbst in der laufenden Saison hat dieses Gesetz bislang Gültigkeit. Vier Punkte holten die Löwen in der Hinrunde gegen Lautern, Lotte, Osnabrück und Uerdingen. Gar fünf sind es in den Rückspielen, wobei korrekterweise erwähnt werden sollte, dass der 2:1-Sieg gegen Lautern (noch im alten Jahr) die Bilanz freundlicher gestaltet, als sie Löwen-Fans aktuell vorkommen mag.

Lesen Sie auch: Zum Wegschauen: Die Löwen-Krise wird immer größer

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