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Ex-Präsident tritt zurück

Nach ergebnisloser Aufsichtsratssitzung beim TSV 1860: Cassalette schmeißt hin

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Ex-Präsident Peter Cassalette (l.) hat seinen Posten im Aufsichtsrat aufgegeben.

Peter Cassalette tritt aus dem Kontrollgremium der Münchner Löwen zurück. Dies kommt zum Zeitpunkt, an dem der TSV 1860 eine Liquidität von über einer Million Euro beim DFB nachweisen muss.

München - Überraschung? Oder doch nur die logische Konsequenz aus dem chronischen Finanz-Eiertanz beim TSV 1860? Nach unseren Informationen ist Ismaik-Aufsichtsrat Peter Cassalette am Wochenende nach der (mal wieder ergebnislosen) Sitzung des Kontrollgremiums zurückgetreten. Der Ex-Präsident verwies am Montag auf Nachfrage auf seinen Kollegen und ­Ismaik-Sprecher Saki Stimoniaris. Der MAN-Betriebsratschef hatte bislang noch nicht reagiert. Woran es genau liegt, dass die Löwen das von Ismaik bereits im Juni versprochene Geld zum Liquiditätsnachweis auch fünf Monate später noch nicht auf dem Konto haben, ist das Geheimnis des Jordaniers

Laut „Süddeutscher Zeitung“ müssen die Sechziger beim DFB bis zum kommenden Freitag 1,2 bis 1,5 Millionen Euro nachweisen, um nicht mit einer Geldstrafe im sechsstelligen Bereich belegt zu werden. Eigentlich hätte die Summe in der vergangenen Woche fließen sollen, stattdessen ließ sich Ismaik-Bruder Yahya für die Sitzung vor dem Zwickau-Spiel (2:0) entschuldigen – Grund dafür soll eine dringende Zahn-Operation in der Heimat gewesen sein.

1860: „Wir brauchen ein realistisch erarbeitetes Sportbudget“

Eine Hängepartie sondergleichen ist auch die Beförderung von Sportchef Günther Gorenzel zum zweiten Geschäftsführer neben Michael Scharold. Die e.V.-Seite um Präsident Robert Reisinger und Verwaltungsratschef ­Sebastian Seeböck hat der Personalie bereits zugestimmt, Ismaik zögert. Warum, kann aktuell niemand erklären. Reisinger sagte am Montag: „In der Aufsichtsratssitzung vom 21. Oktober gab es einen Beschluss, dass Karl-Christian Bay und meine Person die Verhandlungen mit Günther ­Gorenzel und seinem Berater führen sollen. 

In zwei Telefonkonferenzen am 16. und 19. November folgte die Kehrtwende und Yahya Ismaik übernahm. Bewegt hat sich seitdem nichts. Der Grund? Unbekannt. ­Gorenzel will über seine Person nicht mehr sprechen. Zu uns sagte er befragt nach der Gesamtsituation: „Wir brauchen ein realistisch erarbeitetes Sportbudget. Je zeitnäher, desto adäquater kann man am Transfermarkt agieren. Und nur dann ist eine realistische Zielsetzung möglich.“ Hilferuf Hilfsausdruck.

Ludwig Krammer

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