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Trotz der Abflugpanne zuletzt: 1860 geht wieder in die Luft - „Da kann‘s einem schon mulmig werden...“

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Von: Uli Kellner

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1860-Trainer Michael Köllner steht auf grünem Rasen, hat dunkle Klamotten an und guckt traurig.
Volle Konzentration auf Köln: 1860-Trainer Michael Köllner. © Christina Pahnke / Sampics

Der Trip zum Spiel beim SC Verl wurde für den TSV 1860 zur Abenteuerreise. Köllner geht davon aus, dass bei der Reise in den Westen diesmal alles glatt läuft. „Ich denke, das wird kein zweites Mal passieren“, sagt der Löwen-Trainer: „Solche Zufälle gibt‘s ja nicht.“

Privatflieger am Spieltag statt frühe Anreise mit Hotelkomfort. Corona hat auch die Logistik des TSV 1860 verändert, was den jüngsten Trip zum SC Verl zur Abenteuerreise werden ließ. „Motor und Turbinen waren schon an“, berichtete Trainer Michael Köllner: „Plötzlich wirst du abgeschleppt, um am Ende doch mit derselben Maschine zu fliegen. Da kann’s einem schon ein bisschen mulmig werden.“ Nicht nur, weil das Spiel mit 30-minütiger Verspätung angepfiffen wurde.

Trotzdem: Auch die Anreise zum Spiel in Köln erfolgt am Samstag per Charterflieger. Der 1860-Coach optimistisch: „Ich denke, das wird kein zweites Mal passieren. Solche Zufälle gibt’s ja nicht.“ Sein Plan: Am späten Vormittag landen, noch einen kurzen Spaziergang machen – und dann ausgeruht die drei Punkte aus dem Sportpark am Höhenberg entführen.

1860-Spieler Martin Pusic wird von einem Fitness-Gummiband am Laufen gehindert.
Ausgebremst: Martin Pusic fehlt 1860 „bis auf Weiteres“ - weil er weg will? © Stefan Matzke / Sampics

Der Grund für seine Zuversicht? „Wir haben eine richtig gute Trainingswoche gehabt.“ Alle Spieler hätten das Kampfderby gegen Türkgücü ohne Blessuren überstanden, der Punkt in Unterzahl sei gut für die Moral gewesen. Da stört es Köllner auch wenig, dass er erneut sein Mittelfeld umbauen muss: Dennis Dressel sitzt Teil eins seiner Rot-Sperre ab. In Fabian Greilinger, Erik Tallig und Leon Klassen würden sich aber drei Spieler aufdrängen, die er bedenkenlos bringen könne.

Einen können die Löwen auf keinen Fall bringen: Martin Pusic, den stürmenden Groundhopper aus Wien. Zwar ist Pusic inzwischen erfolgreich an der gebrochenen Mittelhand operiert worden, doch jetzt ist er wegen einer anderen Geschichte unpässlich. Sportchef Günther Gorenzel geheimnisvoll: „Es hat einen Vorfall im Privatleben von Martin Pusic gegeben. Er wird uns bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen.“ Köllner: „Das hat uns heute ein bisschen überfahren.“ Aus dem Umfeld des Vereins war zu hören, dass Pusic um eine Auflösung seines Jahresvertrags gebeten haben soll.

Angezählte Gegner sind nicht einfach zu bespielen. Und wenn du dich gegen die Viktoria reindrücken lässt, kommst du nicht mehr raus.

Michael Köllner.

Am Fahrplan für das Spiel bei der kriselnden Viktoria ändert das nichts. „Stabil dagegenhalten, offensiv Akzente setzen“, skizziert Köllner die Marschroute: „Angezählte Gegner sind nicht einfach zu bespielen. Und wenn du dich gegen die Viktoria reindrücken lässt, kommst du nicht mehr raus.“

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