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„Eine Wahnsinns-Bilanz“: Taktikfuchs Köllner überrascht sogar Torschütze Verlaat

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Nach dem Ausgleich durch  Jesper Verlaat brachen bei den Löwen alle Dämme.
Nach dem Ausgleich durch Jesper Verlaat brachen bei den Löwen alle Dämme. © Imago Images / foto2press

Mit der Entscheidung, Jesper Verlaat ins Sturmzentrum zu beordern, rettet Michael Köllner die Tabellenführung und Serie des TSV 1860 in der 3. Liga.

Köln/München - Den alleinigen Startrekord in der 3. Liga haben die Löwen verpasst. Trotzdem bleibt der TSV 1860 auch im sechsten Spiel der Saison 2022/23 ungeschlagen und damit - unabhängig von den Partien am Sonntag - auf Platz eins der Tabelle. „Die Mannschaft hat unaufhörlich gearbeitet, ist immer wieder dran gewesen. Wir haben 16 Punkte nach sechs Spielen, das ist eine Wahnsinns-Bilanz“, freute sich Trainer Michael Köllner nach der Partie im Interview mit dem BR.

Zuvor tat sich seine Mannschaft schwer gegen Viktoria Köln. Ex-Bundesliga-Profi Marcel Risse hat die Domstädter Mitte des ersten Durchgangs in Führung gebracht. „Die ersten 15, 20 Minuten waren richtig gut von uns“, analysierte Köllner bei Magenta TV. Danach musste Hiller bereits „sein ganzes Handwerk, sein ganzes Können“ bei Fabian Greilingers Rückgabe auspacken, doch beim nach einem von Leandro Morgalla verursachten klaren Elfmeter war der Rückhalt der Giesinger dann machtlos.

„Die 16 Punkte nach sechs Spielen sind schon eine Menge Holz, die wir eingefahren haben.“

Michael Köllner nach dem 1:1 in Köln.

Der 52-Jährige versuchte nach der Pause viel, wechselte fünf Mal und beorderte in der Schlussphase Jesper Verlaat ins Sturmzentrum. Ein Kniff, der den Löwen einen Punkt, die Serie und die Tabellenführung rettete: „Alleine bei dem Tor sieht man, die Mannschaft wollte unbedingt das Tor machen.“ In der 53. Minute hätte der Löwen-Dompteur gerne einen Strafstoß bekommen, als Joseph Boyamba im Sechzehner der Hausherren zu Fall kam. Doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.

Am Ende sei Verlaat der Glückliche gewesen, „der den Ball über die Linie drückt. Die 16 Punkte nach sechs Spielen sind schon eine Menge Holz, die wir eingefahren haben.“ Retter Verlaat sagte im Gespräch mit Magenta, man habe sich nach fünf Siegen in fünf Spielen natürlich viel vorgenommen. „Es ist das erste Mal in der Saison gewesen, dass wir hinten liegen. Da haben wir Charakter gezeigt“, so der Löwen-Abwehrchef. „Wir wissen, dass wir hinten raus gefährlich sein können.“ Dass er in der letzten Viertelstunde die Rolle als Brecher im Sturm übernehmen durfte, hat Verlaat nicht kommen sehen. „Ich war relativ überrascht, dass wir mich schon so früh nach vorne geschickt haben“, gestand der Niederländer ein und gab Einblicke in seine Aufgabe. „Dann geht es einfach darum, dass ich ein paar Freistöße heraushole und die Bälle fest mache.“ Oder eben per Kopf den Ausgleich zum 1:1-Endstand. (jb)

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