Gastspiel in Wiesbaden

Hält das blaue Bollwerk? Heute sind die Löwen gegen den besten Angriff der Liga gefordert

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Am Samstag trifft der TSV 1860 auf den SV Wehen und damit auch auf Ex-Sechzger Manuel Schäffler. 

1860 München: Um die Rostock-Pleite vergessen zu können, müssen die Löwen gegen den SV Wehen in Wiesbaden am Samstag (14 Uhr) ordentlich Tore machen.

Nach unten schauen oder doch noch mit einem Auge nach oben? Spätestens mit dem 1:2 gegen Rostock hat sich diese Frage für den TSV 1860 erledigt. Elf Punkte beträgt der Rückstand der Sechziger auf Relegationsplatz drei bei noch zwölf ausstehenden Spielen, sieben Zähler sind’s bis zum Abgrund. „Wir wissen, dass es bis zum letzten Spieltag gehen kann“, sagt Sturm-Routinier Sascha Mölders über den Abstiegskampf. „Wenn’s eher ist, freuen wir uns natürlich.“

TSV 1860 München trifft auf Wehen Wiesbaden

Beim SV Wehen-Wiesbaden am heutigen Samstag (14 Uhr im Live-Ticker) und im Derby gegen Haching am Dienstag (19 Uhr) haben die Löwen die Chance, zu beweisen, dass sie nicht nur gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte gewinnen können. Sowohl die Hessen als auch die Vorstädter spielen noch um den Aufstieg mit, mit 48 und 45 Treffern stellen sie dazu die torgefährlichsten Mannschaften der Liga. Umso mehr wird es darauf ankommen, dass die Defensive ihrem Namen gerecht wird. 

Während Aalen und Cottbus die Unsicherheiten der blauen Hintermannschaft nicht zu nutzen wussten, schlug Rostock eiskalt zu. „Wir hätten beide Gegentore besser verteidigen können“, sagt Bierofka. Ein „zu Null“ bekam seine Mannschaft zuletzt am 8. Dezember vergangenen Jahres hin: das torlose Remis bei Fortuna Köln. Seitdem gab’s in acht Spielen zehn Gegentore. Wie die Viererkette aussehen wird, wollte Bierofka im Vorfeld nicht verraten. Nach dem Ausfall von Jan Mauersberger (Faserriss im Oberschenkel) sind mit Phillipp Steinhart und den Innenverteidigern Simon Lorenz und Felix Weber drei Positionen besetzt. Was den Rechtsverteidiger angeht, hat der Coach die Wahl zwischen Herbert Paul, Eric Weeger und Aaron Berzel, der gegen Rostock 90 Minuten zuschauen musste. 

Gutes Omen: Von beiden Gastspielen in der Brita-Arena brachten die Löwen in der Zweiten Liga einen Punkt mit nach Giesing, die bislang einzige Niederlage gegen Wehen gab’s 2018 im Hinspiel, als der Fluch des Wiesntrikots ein 1:2 bescherte. Nicklas Shipnoski, zur Pause eingewechselt, drehte die Führung von Herbert Paul ins Endergebnis. „Uns hat vorne wie hinten die letzte Präsenz und Gier gefehlt“, bilanzierte Daniel Bierofka. Eine Analyse, die zum Leidwesen der Blauen längst chronisch geworden ist.

Ludwig Krammer

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