Vor dem Spiel bei Fortuna Düsseldorf

Viel Zukunft und wenig Abstiegsangst beim TSV 1860

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Eishockey statt Fußball: 1860-Präsident Peter Cassalette (l.) und Trainer Vitor Pereira am Dienstag beim DEL-Halbfinale EHC München – Eisbären Berlin (5:1). 

Nun ja, so richtig bestreiten lässt sich im Grunde nicht, dass der TSV 1860 derzeit nicht sonderlich günstig dasteht, rein sportlich. Trotzdem ist wenig Abstiegsangst beim Verein spürbar.

München – Tabellendreizehnter sind die Löwen, die fünf Punkte Abstand zum vorletzten Platz sind gewiss kein sanftes Ruhekissen, und nach acht Auswärtsniederlagen in Folge gilt es an diesem Freitag bei Fortuna Düsseldorf unbedingt zu punkten. (Hier gelangen Sie zu unserem Live-Ticker)

Doch von etwaiger Abstiegsgefahr ist derzeit nicht viel zu spüren an der Grünwalder Straße 114. Es wird viel von Zukunft geredet, von einem neuen Stadion, vom neuen Geschäftsführer Ian Ayre, der am Montag vorgestellt wird und mit dem alles besser werden soll. Die für Löwen-Verhältnisse stabile Stimmungslage scheint sich auch im Vorverkauf für das kommende Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Mittwoch, 17.30 Uhr) widerzuspiegeln. 30.000 Tickets wurden bereits verkauft – eine Nachfrage, als handelte es sich um ein Schlagerspiel.

Auch Trainer Vitor Pereira machte bei der gestrigen Pressekonferenz den gewohnt unerschütterlichen Eindruck. Dabei sind – rein von der Papierform her – die Fortschritte überschaubar, die die Sechziger seit dem Amtsantritt des Portugiesen gemacht haben. In der Tabelle verbesserten sich die Münchner seit Januar gerade mal um einen Rang (von 14 auf 13). Dennoch ist es Pereira gelungen, den Verein mit dem Gefühl zu beseelen, langsam aber sicher gehe es aufwärts. Selbst Friedhelm Funkel, einst 1860-Coach und nun in Fortuna-Diensten, befand im Interview mit dem „kicker“: Mit Pereira „ist wieder mehr Struktur“ ins Team gekommen.

Das war auch beim letzten Auftritt in der Fremde (0:1 in Hannover) sichtbar geworden. Trotz unerfreulichem Ergebnis sah der Löwen-Trainer „gute Ansätze“. Allerdings offenbarte sich ein großes Manko: „Wir hatten viele Torgelegenheiten – aber wir haben sie nicht genutzt.“

Pereira  vor dem 1860-Spiel gegen Düsseldorf:  „Wir müssen mit Persönlichkeit auftreten“

Gegen Düsseldorf soll das anders werden. „Wir müssen mit Persönlichkeit auftreten und versuchen, das Spiel zu machen“, sagte Pereira. Die Fortuna hat er von seinem Mitarbeiterstab eingehend analysieren lassen. Der Befund: „Das Düsseldorfer Spiel ist nicht komplex, sondern leicht zu entschlüsseln. Die Spielweise ist trotzdem effektiv und gefährlich.“ Unter dem Strich sieht Pereira sein Team offenbar im Vorteil: „Wir haben eine gute Chance, drei Punkte zu holen.“

Video: Das sagt Vitor Pereira auf der Pressekonferenz 

 

Das wäre dann wohl auch ein gutes Omen für den Amtsantritt von Ian Ayre, der am Montag als Geschäftsführer präsentiert werden soll. Pereira hat sich schon mit dem früheren Vorstand des FC Liverpool getroffen. „Wir bereiten bereits die nächste Saison vor“, sagte Pereira. Seine Erwartung: „Ayre wird uns helfen, alles professioneller zu strukturieren, damit wir nächste Saison um neue Ziele kämpfen können.“ Von Abstiegskampf dürfte dann nicht mehr die Rede sein.

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