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Löwenlauf geht weiter: Drittbestes Team der Rückrunde, nur noch drei Punkte bis Platz 3

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Von: Uli Kellner

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1860-Kapitän Stefan Lex im Zweikampf mit einem Gegenspieler von Viktoria Berlin.
Auf der Überholspur: Stefan Lex und die Löwen – am Sonntag in Mannheim fehlt der Kapitän allerdings gelbgesperrt. © Imago

Vierter Sieg in Folge, in der Tabelle schon Fünfter: 1860 ist endgültig im Aufstiegskampf angekommen, Köllners Team denkt aber (offiziell) nur an Mannheim...

Samstagfrüh gegen 5.45 Uhr, die Vögel zwitscherten bereits, ist Stefan Lex zu Hause in Eitting angekommen. Sein Zustand: gerädert nach durchgemachter Nacht im Bus, in der erst geschafkopft, dann NBA geschaut wurde. Seine Laune: deutlich besser als unmittelbar nach seiner Auswechslung in Berlin. In gleichem Maße, wie der Ärger des 1860-Kapitäns über seine Gelbsperre schwand, wuchs das Bewusstsein, dass auch ein 2:0-Sieg bei der Viktoria – trotz eines verpassten Schützenfests – drei Punkte ergibt.

Drei Punkte, die im Laufe des Samstags noch wertvoller wurden: weil Lex und Co. nachmittags den Rückstand auf den Relegationsplatz verkürzten – mit hochgelegten Füßen, nachdem Michael Köllner seinen Seriensiegern ein freies Wochenende spendiert hatte (Lex selber schaute nicht, weil Sohn Raphael zweiten Geburtstag feierte). Die neue, für 1860 höchst erfreuliche Lage in der Tabelle: Durch den überraschenden 2:0-Sieg von Saarbrücken in Braunschweig büßte die Eintracht Platz drei ein. Die Saarländer schnappten ihn sich, liegen für 1860 schon jetzt in Reichweite (drei Punkte) und müssen ja noch zum direkten Duell im Grünwalder Stadion antreten. Am 2. April kommt es zur Neuauflage der Relegationspaarung von 2018 – danach könnten die Löwen ihr Schicksal bereits in der eigenen Hand haben. Vorausgesetzt die Braunschweiger Löwen, aktuell zwei Punkte vor ihren Namensvettern aus Giesing platziert (bei einem Spiel weniger), setzen ihren etwas unsteten Rückrundenverlauf mit nur vier Siegen aus zehn Spielen fort.

1860 dagegen: In der Rückrundentabelle plötzlich auf Platz drei notiert (23 Punkte) – mit nur einem Punkt weniger als Magdeburg und Kaiserslautern (24). Die Löwen also endgültig auf Aufstiegskurs? „Das ist jede Woche das Gleiche bei euch“, wehrte 2:0-Schütze Marcel Bär eine diesbezügliche Frage von MagentaSport ab: „Wir wollen einfach Spiele gewinnen und haben Spaß am Fußball. Wir machen uns da gar keinen Druck. Das ist das Erfolgsrezept.“ Ähnlich die Reaktion des Trainers nach dem früh hergestellten, aber viel zu niedrig ausgefallenen 2:0-Sieg in Berlin. „Gehen wir eher Richtung Mannheim, das ist jetzt dann wichtiger, gell?“, bat er lächelnd die Fragestellerin Anett Sattler.

Liebe Löwen, ich bin begeistert, wie zielstrebig, willig und mental stark ihr euch seit Wochen präsentiert. Das 2:0 bei Viktoria Berlin war ein wichtiger Sieg. Macht so weiter, dann werdet ihr euch im Mai selbst belohnen!

1860-Investor Hasan Ismaik.

Während Trainer und Team in der A-Frage mauern, ist einer gedanklich bereits einen Schritt und zwei Monate weiter: Hasan Ismaik. „Liebe Löwen, ich bin begeistert, wie zielstrebig, willig und mental stark ihr euch seit Wochen präsentiert“, schrieb der Mehrheitseigner via Twitter an die kickende (und siegende) Belegschaft: „Das 2:0 bei Viktoria Berlin war ein wichtiger Sieg. Macht so weiter, dann werdet ihr euch im Mai selbst belohnen!“

Die gute Nachricht für Lex: Nach seiner Zwangsauszeit am Sonntag in Mannheim hat er gute Chancen, dafür bei den letzten sieben Spielen auf dem Platz zu stehen. Köllner nahm die Sperre seines Kapitäns infolge einer angeblichen Schwalbe gelassen hin. „Es war ja klar, dass das mal passiert“, sagte er. Natürlich sei es „ein Verlust“, wenn der umtriebige Linksaußen fehle, „aber hätte er in Mannheim seine fünfte Gelbe Karte gesehen, hätte er danach gegen Saarbrücken aussetzen müssen“. Köllner weiß, sagt es aber nicht: Dieses Duell am 2. April könnte zu einem vorgezogenen Finale werden.

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