Lauth: Jetzt oder nie…

München - Es riecht zum zweiten Mal nach Trennung. Benny Lauth, der bereits nach dem Abstieg aus der ersten Bundesliga im Jahr 2004 die Löwen in Richtung Hamburg verlassen hatte, wird seinem Lieblingsverein im Sommer wahrscheinlich zum zweiten Mal den Rücken kehren.

Der 29-jährige Torjäger (neun Saisontreffer) hat zwar ein neues Vertragsangebot des TSV 1860 vorliegen, will sich aber frühestens „im April“ entscheiden, wie seine fußballerische Zukunft aussehen soll. So lange wiederum will man bei den Löwen nicht warten. Vizepräsident Dieter Schneider, der den eingeschlagenen Sanierungskurs strikt beibehalten will, erklärte: „Wir brauchen bis Mitte März, wenn die Lizensierung für die kommende Saison ansteht, personelle und finanzielle Sicherheit.“ Soll heißen: Bis dahin will man alle Verträge für die kommende Saison unter Dach und Fach gebracht haben.

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Unter Druck setzen oder irgendein Ultimatum stellen will Schneider dem Spieler damit nicht: „Benny Lauth hat natürlich das Recht, zu sagen, dass er noch schauen und abwarten will. Er ist sich seines Wertes sehr wohl bewusst.“ Und das vorliegende Angebot führte bei Lauth wohl eher zu einer Bewusstseinsstörung, obwohl er mit der neuen Offerte, so Sportdirektor Miki Stevic, „immer noch der Spitzenverdiener bei uns wäre“. Aber eben halt auch nur, weil der TSV 1860 bei den Gagen insgesamt stark abspeckt. Und daran soll sich auch im Fall Lauth nichts ändern. „Wenn noch das ein oder andere Gespräch mit seinem Berater nötig sein sollte, machen wir das natürlich“, sagte Schneider zwar, ließ aber auch durchblicken, dass sich der TSV 1860 vom Angebot her nicht groß bewegen würde.

Lauth ist wahrscheinlich im Sommer weg, Tarik Camdal womöglich schon in wenigen Tagen. Vertreter eines türkischen Erstliga­klubs haben für heute ihr Kommen in die Arena angekündigt, um den 19-jährigen Mittelfeldspieler zu begutachten.

Camdal will aber 1860 nach seinem gelungenen Comeback vor einer Woche in Osnabrück nicht mehr verlassen, und auch bei den Löwen denkt man um. Vize Schneider: „Für ein paar Euro fuffzig verscherbeln wir ihn nicht.“ Emanuel Biancucchi dürfte dagegen ablösefrei zum italienischen Erstligisten Cesena wechseln, wenn er sich einig wird. Stevic: „Wir lassen uns aber eine Beteiligung an der Ablöse zusichern, wenn Biancucchi Cesena wieder verlässt.“ Bei einem Testspiel am Donnerstag erzielte der Argentinier beim 3:1-Sieg für Cesena ein Tor.

Claudius Mayer

Quelle: tz

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