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Heraf: „Heute kein Glück gebraucht“ - Köllner „enttäuscht“ von Leistung

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Von: Uli Kellner

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Endstation Flückiger: Wenn bei 1860 mal was offensiv ging, war Türkgücüs Keeper zur Stelle.
Endstation Flückiger: Wenn bei 1860 mal was offensiv ging, war Türkgücüs Keeper zur Stelle. © Mladen Lackovic

Der TSV 1860 gibt mal wieder Punkte in den letzten Minuten her. Der Trend bei der Elf von Michael Köllner zeigt derweil stark nach unten.

München – War’s das für die Löwen im Aufstiegskampf? Die desolate Leistung im gestrigen Nachhol-Derby hat das Team von Michael Köllner um die seit Wochen herbeigesehnte Chance gebracht, in der Tabelle zu den Spitzenteams aufzuschließen. Alarmierend ist weniger die Niederlage an sich (1:2), sondern der Trend. Nach vier Siegen in Folge gab es zwei ärgerliche Unentschieden nach Führungen – und gestern die in jeder Hinsicht verdiente Pleite gegen den Lokalrivalen.

Bedenklich aus 1860-Sicht: Der Trend zu späten Genickschlägen setzte sich fort. Türkgücü schoss in seiner wenig berauschenden Saison 15 Tore in der Schlussviertelstunde – die Löwen kassierten gestern ihren neunten und zehnten Last-Minute-Gegentreffer. „Ich bin maßlos enttäuscht, wie wir Fußball gespielt haben“, sagte 1860-Coach Köllner: „Wir haben es nicht geschafft, uns technisch durch die Räume zu kombinieren. Das 0:1 war ein Genickschlag für uns.“

Sachlich nahm hingegen Kollege Andreas Heraf seinen ersten Sieg mit Türkgücü hin. „Hinten raus haben wir es unnötig spannend gemacht“, sagte der Wiener cool – und trotzdem mit Verständnis für die mentale Lage seines Teams: „Hinten raus haben wir es unnötig spannend gemacht. Die Motivation war natürlich einen Tick höher als sonst, aber für die Spieler geht es darum, sich Woche für Woche zu präsentieren, weil keiner weiß, wie es im Sommer weitergeht.“  (Uli Kellner)

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