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TSV 1860: Skenderovic schießt die Löwen zum Testspielsieg – Verlaat leicht angeschlagen

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Von: Uli Kellner

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Joker vom Dienst: Meris Skenderovic (r.) kam, traf und schoss die Löwen zum Sieg gegen Tiroler Erstligakicker.
Joker vom Dienst: Meris Skenderovic (r.) kam, traf und schoss die Löwen zum Sieg gegen Tiroler Erstligakicker. © wagner

Um 18.43 Uhr verschwand die Abendsonne hinter dem Rücken des Rofangebirges. Es wurde düster im Sportzentrum von Wörgl, dem Fußball-Hotspot an der Inntal-Autobahn.

Wörgl – Die Löwen waren schon zu Zweitligazeiten hier, letztmals vor sechs Jahren – und gestern, an Tag fünf der Länderspielpause, hatten sie sich mit der WSG Tirol verabredet, dem Tabellensiebten der österreichischen Bundesliga.

In der Anfangsphase der Partie entschärfte Marco Hiller einen Freistoß der Tiroler, leicht zittrig, da geblendet von der tief stehenden Sonne. Dann jedoch, im Schein des Flutlichts, übernahm 1860 mehr und mehr das Kommando.

TSV 1860: Verlaat fehlt mit „leichten muskulären Problemen“

Am Ende stand ein 1:0 (0:0)-Sieg, den Meris Skenderovic, die Sturmspitze in Michael Köllners Elf der letzten halben Stunde, herausgeschossen hatte. Marius Willsch hatte einen Pass in die Spitze gespielt, der ehemalige Schweinfurter gekonnt ins entfernte Eck gezielt (72.). Der Sieg für die Löwen ging in Ordnung, denn von zwei Mannschaften, die nicht ans absolute Limit gingen, hatten sich Köllners Mannen einen Tick engagierter gezeigt. So sah das auch der Trainer, der sagte: „Ich bin sehr zufrieden. Hut ab, wie die Mannschaft das Spiel angenommen hat, nachdem wir gestern und vorgestern jeweils zweimal trainiert haben. Auch hinten raus mit den ganz jungen Spielern sind wir das Tempo noch mal mitgegangen, haben super Chancen gehabt – und zum Glück noch durch Skenderovic den goldenen Treffer erzielt.“

Dass Köllner den ersten von zwei Länderspiel-Pausenfüllern ernst nahm, zeigte bereits ein Blick auf seine Anfangsformation. Von den Spielern, die Aue in der Liga mit 3:1 bezwangen, stand nur ein Trio beim Anpfiff nicht auf dem Platz. Leandro Morgalla, weil er für die Länderspiele der deutschen U 19 eingeplant ist. Albion Vrenezi, der für Erik Tallig weichen musste. Und auch Jesper Verlaat fehlte, der laut Aufstellungsbogen hätte spielen sollen. „Leichte muskuläre Probleme“, meldete die Pressestelle. So ernst nahm Köllner den Kick dann doch wieder nicht, dass er eine ernsthafte Verletzung seines Abwehr-Leitlöwen riskiert hätte.

TSV 1860: Nächste Testspiel gegen den SV Münsing-Ammerland

Eine Haupterkenntnis, die Köllner mit nach München nahm: Rekonvaleszenten wie Willsch, Semi Belkahia (kam in der 60. Minute) und Niki Lang, der durchspielte, sind wieder voll belastbar. „Sie waren alle richtig gut“, befand der Coach: „Wichtig ist immer, auf so einem Niveau Matchpraxis zu sammeln. Das ist unersetzlich.“

Der nächste Test folgt bereits an diesem Freitag – anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der SV Münsing-Ammerland.(18 Uhr.) Dienstag steht das nächste Pflichtspiel an – im Viertelfinale des Totopokals beim FV Illertissen. Mit Verlaat, so Köllner, sei erst wieder am 1. Oktober bei Dortmund II zu rechnen. Köllner: „Darauf liegt unser Schwerpunkt.“ (ulk)

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