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Mei Lem ois Ruhrpott-Bayer - Ex-Löwe Weigl im tz-Gspräch

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Weigl (2. v. li.) im BVB-Gwand

Da Weigl Julian muass manchmoi über sich säiba locha. Zum Beispui dann, wenn er grod boarisch redt, dazwischn wieda auf Hochdeitsch umschwenkt und sein Satz dann aba in diafstm oberboarischn Dialekt fertigredt.

Koa Wunda: Seit vier Jahr lebt da BVB-Spieler jetz scho in Dortmund. Den gebürtign Bad Oablinger ko ma aiso getrost ois Ruhrpott-Bayern bezeichnen. Bei Interviews noch de Spiele dad ma nia auf de Idee kemma, dass da Weigl Julian a waschechter Oberbayer is. „Obtrainiert hob i ma mein Dialekt ned! I kann ganz guad zwischn Dialekt und Hochdeitsch switchen. Scho wia i aus Rosenheim zu de Sechzga noch Minga gwechselst bin, hob i mehra Hochdeitsch gredt. De meistn Mitspiela hom damois koan Dialekt ghabt.“

Sei Oberboarisch ko da Ju, so wead er dahoam gnennt, sprudln lossn, wenn a mid de Eltern und Freindt aus da Heimat in Kontakt is. „Da redn olle boarisch, de dadn ma an Vogl zoang, wenn i auf oa Moi mid eana nur no Hochdeitsch redn dad“, sogt da 23-Jahrige und lacht. A wenn’s sei enga Profi-Fuaßballer-Kalender nua schwar zualosst, vasuacht da Weigl Julian, dass er recht oft in seiner Rosenheimer Heimat vorbeischaud. Wenn sei Heimatverein, da SV Osterminga, zum Beispui oa moi im Joah a Jugendtuanier macht, versuacht da Weigl Julian bei da Siegerehrung ois Überraschungsgast zum kemma.

Weigl 2014 im Löwen-Trainingslager in Tirol

Genau so bsuacht er mit seiner Familie an Heiligabend jeds Jahr den Kinda-Gottesdienst in da Dorf-Kirch. „Heimat is mir ernorm wichtig, weil de hoid de wieder aufn Bodn zruck. I hob a unheimlich scheene Kindheit ghabt. I mog des Lebensgfui bei uns, de Berg und natürlich as Oktoberfest in Minga oder as Herbstfest in Rosenheim. Heimat is für mi do, wo mei Familie is“, sogt er. Seine scheensten Kindheitserinnerunga schiaßn an Weigl Julian sofoat in Kopf, wia eam tz danoch frogt. De ham freilich mit Fuaßboi zum doa: „Jeds zwoate Wochnend hod de erste Mannschaft von meim Heimatverein SV Osterminga a Heimspui ghobt. I hob dann mid de andan Kinda am Nebenblotz Fuaßboi gspuid. Do hod uns ned intaressiert, ob da SVO gwunga oder valoan hod. Mia ham uns auf unsa Spui und unsa Gaudi konzentriert. Mia ham olle zamm so vui Gaudi ghobt. Do deng i heid no gern zruck, wenn i zum Beispui vor am Heimspui im Signal-Iduna-Park an Rasn o’schaug.“

Obwoi er so heimatverbundn is, gfoid dem BVB-Star a sei Lebn im Pott. „Dortmund is für mi mittlaweile zu meina zwoatn Heimat woan, weil i do mit da Sarah, des is mei Freindin, glücklich bin. Bayern hod ja de Weißwuascht und da Pott dafür de Currywurst. Mia schmeckt beides. So losst se des ganz guad vagleicha. Aba an dera Stäi muass i a Lanzn für de Leid im Ruhrpott brecha: De san so unwahrscheinlich freindlich und aufg’schlossn. Und des is scho des, wos an Pott ausmacht.“

Drotz da ganz boarischn Heimatliebe hod da Weigl Julian vor vier Joah koa Sekundn zögert, wia er de Möglichkeit ghobt hod, zum BVB zum wechsln: „Freilich wars am Anfang schwar, dass ma des ois hintn losst. Aba es war a riesn Chance in Dortmund und i hob ma desweng koa Gedankn über des gmacht, dass i mei Heimat valossn muass. I bin ja scho mit 16 von dahoam auszong und ins Löwen-Internat. Drum war alloa wohna für mi nia a Problem. Auf de Chance in Dortmund hob i mi so stark gfreid, dass i mei Hoamweh hob ausblendn kenna.“

da Bonke Manuel

Quelle: tz

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