Bierofka: „Ich wollte schon aufhören“

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Daniel Bierofka drohte das Karriere-Aus

München - Löwen-Star Daniel Bierofka arbeitet für sein Comeback und zeigt sich optimistisch. Vor einigen Monaten war das noch anders. Wie Vereinsarzt Dr. Engelhard seine Karriere rettete.

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Seit zweieinhalb Wochen trainiert Daniel Bierofka jetzt so gut wie beschwerdefrei („Manchmal zwickt die operierte Sehne noch ein bisschen, aber das ist normal“) bei den Löwen mit und seine Laune wird von Tag zu Tag besser. Das war vor etlichen Monaten noch ganz anders. Bierofka verriet jetzt nämlich: „Ich habe im vergangenen Jahr wirklich mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören.“ Und der 30-Jährige hätte es wohl auch getan, wenn ihm nicht Mannschaftsarzt Dr. Alois Engelhard immer wieder Mut gemacht und zur Seite gestanden hätte. „Ohne den Alois würde ich jetzt nicht hier stehen“, gab Bierofka am Dienstag Mittag nach dem Training zu.

Dr. Engelhard riet Bierofka im August des vergangenen Jahres, sich nochmal an den Adduktoren operieren zu lassen, der vierte Eingriff innerhalb eines halben Jahres. Bierofka: „Lange Zeit wurde der Grund meiner Beschwerden ja nicht richtig erkannt.“

Die OP hat sich gelohnt. Seitdem geht es mit Daniel stetig aufwärts und angesichts der personellen Notlage in der Offensive (Cooper verletzt, Rösler gesperrt und Lauth nach wie vor sehr fraglich) stellt sich die Frage: Rückt Bierofka schon am Freitag im Heimspiel gegen Hansa Rostock in den Kader? Ewald Lienen ist skeptisch: „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Daniel ist zwar jetzt einigermaßen im Mannschaftstraining dabei, aber ob er uns in einer Wettkampfsituation schon helfen kann?

Bierofka selbst sieht sich am Freitag ebenfalls noch nicht auf der Bank. „Die Belastung in einem Spiel ist immer noch eine andere, als jetzt im Training“, erklärte er, „ich kann auch schwer einschätzen, ob das schon möglich ist.“ Vor ein, zwei Jahren noch hätte er wahrscheinlich anders reagiert, da hätte der Ehrgeiz über die Vernunft gesiegt. Bierofka: „Ich bin jetzt lockerer geworden. Ob ich jetzt am Freitag dabei bin bin, oder in ein, zwei Wochen, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass ich für die Zukunft einfach wieder ein tolles Gefühl habe.“

Und noch einer im Löwen-Lager ist froh, obwohl auch er am Freitag nicht zur Verfügung steht: Torben Hoffmann. Nach einer Untersuchung beim Chiropraktiker wurde Entwarnung gegeben, was den schon befürchteten Bandscheibenvorfall anbetrifft. Den Verteidiger zwickt ein Nerv im Rücken, in einer Woche in Karlsruhe will der Abwehrmann wieder dabei sein.

Claudius Mayer

Quelle: tz

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