Ein Grieche sorgt in der Krise für die Wende

+
Mann des Tages im Spiel gegen Arminia Bielefeld: der Grieche Charilaos Pappas.

München - Die Niederlagenserie riss zunächst auch im November nicht. Doch dann sorgte ein kleiner Grieche, den manch einer schon als Fehleinkauf abgestempelt hatte, mit einem Sonntagsschuss für die Trendwende. Ein Monatsrückblick.

0:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern, 0:1 gegen Energie Cottbus - es war zum Verzweifeln. Die Löwen hatten das Siegen verlernt. Auch im dritten Spiel der Löwen im November sah alles lange Zeit nach einer Niederlage aus. Nur noch zehn Mann standen gegen Arminia Bielefeld auf dem Platz, als der Grieche Charilaos Pappas zum Matchwinner wurde. Von diesem Punkt an sollte es wieder aufwärts gehen bei den Löwen. Das sah auch der Brasilianer Marcos Antonio so. Neben Manfred Stoffers war er zwar der Einzige, der noch das Wort "Aufstieg" in den Mund nahm, und dennoch: Bei den Löwen war endlich wieder Feuer drin. Dies zeigte sich auch im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf. Bis zur 70. Minute führte der TSV 1860 mit 2:0. Unglaublich, aber wahr: Am Ende stand es 2:2. Ein verschenkter Sieg.

Doch bereits im nächsten Spiel machten die Löwen alles richtig: Nach einem Eigentor von Morinho Miletic ließen sie gegen Rot-Weiß Oberhausen nichts mehr anbrennen.

Jahresrückblick: Die Löwen im November

Jahresrückblick: Die Löwen im November

Die Löwen am Boden: Gegen den 1. FC Kaiserslautern ging die Niederlagenserie im November weiter.
Der FCK gewann mit 1:0.
Für Marco Kurz war es eine Genugtuung. Der Trainer der Roten Teufel war in der Vorsaison bei den Löwen entlassen worden.
Ratlose Gesichter: Beim TSV 1860 war der Wurm drinnen. Nur noch wenige Punkte trennten die Mannschaft von einem Abstiegsplatz.
Doch dann kam die Wende. Ausgerechnet der Grieche Charilaos Pappas war nach seinem Tor gegen Arminia Bielefeld der Mann des Tages. Viele hatte den Griechen bereits als Fehleinkauf abgestempelt.
Der Barsilianer Marcos Antonio sprach nach dem Sieg sogar wieder vom Aufstieg.
Einen kleinen Dämpfer mussten die Löwen im Spiel gegen Fortuna Düssledorf hinnehmen. Bis zur 70. Minute führte der TSV mit 2:0.
Am Ende stand es jedoch unentschieden. Eine gefühlte Niederlage.
Besser machten es Alexander Ludwig und seine Kollegen im Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen. Nach einem Eigentor von Morinho Miletic ließen sie gegen Rot-Weiß Oberhausen nichts mehr anbrennen.
Sportdirektor Miki Stevic wollte im November Alexander Baumjohann vom FC Bayern München zu den Löwen locken, doch der sagte ab.
Auf der Mitgliederversammlung des TSV 1860 versprach Präsident Rainer Beeck, dass man von Seiten des Vereins weiter an einer Rückkehr ins Grünwalder Stadion arbeiten werde.
Und so könnte der neue Löwen-Tempe aussehen. Die Abbildung stammt von einem Entwurf, den Manni Schwabel bereits vor dem Bau der Allianz Arena vorgestellt hatte.
Die Abbildungen stammen von einem Entwurf, den Manni Schwabel bereits vor dem Bau der Allianz Arena vorgestellt hatte.

Für Ärger im November sorgte einzig Benny Schwarz. Der Linksverteidiger, der zuvor lange Zeit verletzt war, wetterte nach einer Nichtberücksichtigung im Spiel gegen Düsseldorf gegen Trainer Ewald Lienen: "Wenn sich meine Situation bis zum Winter nicht ändert, dann bin ich weg."

von Christoph Seidl

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Ex-Löwe Ignjovski wechselt innerhalb der Bundesliga
Ex-Löwe Ignjovski wechselt innerhalb der Bundesliga
Türkgücü München: Berzel mit Spitze zum Abschied - „München ist und bleibt blau“
Türkgücü München: Berzel mit Spitze zum Abschied - „München ist und bleibt blau“

Kommentare