Hilfe für Benny: Stevic will Stürmer holen

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Benny Lauth beim Jubel nach seinem Tor gegen Hansa Rostock - er könnte bald einen neuen Nebenmann bekommen

München - Drei Tore geschossen, den höchsten Saisonsieg eingefahren, die Erfolgsserie mit dem Dreier gegen Hansa Rostock weiter ausgebaut – und was machen die Löwen? Sie suchen einen Stürmer.

Sportdirektor Miki Stevic machte am Sonntag gegenüber der tz kein Geheimnis daraus, dass die Blauen für den Angriff noch nach einer Verstärkung neben Benny Lauth Ausschau halten: „Es könnte sein, dass sich da noch etwas tut.“ Sechs Tage sind noch Zeit bis zur Schließung der Transferliste – für Stevic kein Problem. Als er vor einem Jahr, am 31. Januar, seinen Dienst an der Grünwalder Straße antrat, verpflichtete er noch kurz vor knapp die beiden Serben Toni Rukavina und Nikola Gulan.

„Wir wollen uns verbessern“, begründete Stevic die derzeitigen Aktivitäten in Sachen Stürmer. Außerdem ist ja noch immer nicht klar, wann Kenny Cooper nach seiner Knieverletzung wieder einsatzfähig ist. Der 25-jährige Angreifer soll zwar eventuell in dieser Woche aus der Reha in den USA nach München zurückkehren, aber ein Termin für sein Comeback steht noch in den Sternen.

Sollte noch ein neuer Angreifer verpflichtet werden, dann würde wahrscheinlich Manuel Schäffler für ein halbes Jahr abgegeben werden. Der 20-Jährige ist derzeit hinter Sascha Rösler und Peniel Mlapa für die Offensive nur dritte Wahl. Stevic: „Ich halte viel von Manuel, aber er braucht einfach Spielpraxis. und deshalb ist es durchaus möglich, dass wir ihn ausleihen.“

Schäffler wäre nach Toni di Salvo (Kapfenberg), Benny Schwarz (ausgeliehen nach Unterhaching), Ardijan Djokaj (Vertrag aufgelöst), Florian Jungwirth (Dynamo Dresden) sowie Marvin Pourie (TuS Koblenz) bereits der sechste Spieler, der 1860 im Januar verlässt. Man spart also Geld ein, das in einen neuen Stürmer investiert werden kann.

Ob’s aber trotzdem noch für den Generalangriff auf Platz drei reicht?

Mit Augsburg, Bielefeld und Düsseldorf weisen derzeit gleich drei Vereine acht Punkte Vorsprung auf die Löwen auf – weil diese in den ersten zwölf Saisonspielen zu viele Punkte liegengelassen haben. Was auch Stevic nach wie vor bedauert: „Bis zu dem Spiel in Bielefeld, das wir beim damaligen Tabellenführer 1:0 gewonnen haben, haben wir außer Prügel nie etwas zurückgekriegt. In Bielefeld hat die Mannschaft dann gesehen, dass man gegen alle bestehen kann. Und danach waren wir auf einmal auch in der Lage, Rückstände aufzuholen. So, wie wir das in Berlin oder auch in Koblenz geschafft haben.“

Und: Am Freitag gelangten die Löwen auch zu der Erkenntnis, dass sie Spiele, in denen sie richtig schlecht beginnen, auch noch deutlich gewinnen können. Stevic: „Das ist doch auch ein positives Zeichen. Ich kann mich noch an etliche Spiele erinnern, in denen wir gut waren, aber trotzdem verloren haben.“

Claudius Mayer

 

 

Quelle: tz

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