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Jetzt liegt es an Stevic

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Miki Stevic
Miki Stevic soll den Kader auf Vordermann bringen. © sampics

Ein Kommentar von tz-Redakteur Ludwig Krammer zum TSV 1860 München

„Ich hätte lieber eine Mannschaft mit Söldnern, die oben mitspielt, als eine Heimattruppe, die unten rumkrebst.“

Nein, dieser Satz stammt nicht von Miroslav Stevic. Er stammt auch nicht aus dem Mai 2009. Sondern aus dem August 2008. ­Ausgesprochen hat ihn Bernd Patzke in einer tz-Diskussionsrunde vor der nun beendeten Ekelsaison. Vor einem Dreiviertel Jahr erntete der Meisterlöwe für seine deutlichen Worte ein Stirnrunzeln von Präsident Rainer Beeck. Auch an die tz-Redaktion gingen Leserbriefe, die Patzke für seine nüchternen Ansichten rügten. Inzwischen werden viele Leute anders denken.

Fünf Jahre zweite Liga, dreimal dem Abstieg ins Bodenlose knapp entronnen, da bleibt kein Platz mehr für pseudo-gefühlsduseliges ­Identifikationsgerede, das ohnehin nur aus der Geldnot geboren ist. Der eigene Nachwuchs wird die Löwen nicht mehr nach oben hieven, ein Zusammenhang zwischen Qualität und ­Herkunft lässt sich auch beim besten Willen nicht mehr glaubhaft vermitteln. Was jetzt zählt, sind Kontakte in die Spielerbörse. ­Oberland oder Ost-Ossetien – egal. Kicken müssen sie können – und natürlich preiswert sein. Stevic‘ Vorgänger auf dem Managersessel haben diesbezüglich wenig auf die Reihe ­bekommen, der aktuelle Kader spricht Bände, Verletzungssorgen hin oder her. Nun liegt es ­also am Serben, seinen großen Worten Taten folgen zu lassen.

Wer könnte kommen? Die Löwen-Transferbörse

Strecke

„Leistung ist der kürzeste Weg zur ­Identifikation“, hat er neulich verkündet. Eine Maxime, die sich alle Löwen auf den ­Rasierspiegel schreiben sollten. Vom Boss bis zum Bankdrücker.

Ludwig Krammer

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