Der Beste fehlt / Aachen wollte Schäffler

Löwen-Gegner Koblenz schwächt sich selbst

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Ewald Lienen nahm verwundert, aber erfreut zur Kenntnis, dass Koblenz' bester Torschütze fehlt

München - Ewald Lienen war doch etwas verwundert, allerdings auch alles andere als unzufrieden, als er die Nachricht erhielt: Die TuS Koblenz, erster Rückrundengegner am Sonntag, schwächt sich selbst.

Shefki Kuqi spielt gegen die Löwen nicht.

Das Heimteam verzichtet gegen die Löwen auf seinen besten Mann. Und den erfolgreichsten Torschützen (sieben Saisontreffer) noch dazu: Der Finne Shefki Kuqi wird nicht einmal im Kader stehen. „Ich weiß nicht genau, was da los ist“, sagte Lienen, der ansonsten über die Gegner immer bestens infomiert ist.

Hier die Aufklärung: Kuqi will Koblenz trotz seines noch bis 2011 laufenden Vertrages sofort verlassen, verrät aber nicht, wohin es ihn zieht. „Und so lange das nicht geklärt ist, steht er nicht im Kader“, erklärte Petrik Sander, der neue Trainer beim Tabellenvorletzten.

Den Löwen soll’s recht sein. Allerdings haben auch sie Sorgen mit ihrem besten Angreifer. Der Einsatz von Benny Lauth (Probleme an der Patellasehne) ist nämlich nach wie vor fraglich, am Donnerstag konnte der 28-Jährige erneut nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, sondern absolvierte nur eine Laufeinheit.

Lauths Stürmer-Kollege Manuel Schäffler stand jetzt auf der Wunschliste von Alemannia Aachen ganz oben. Sportdirektor Miki Stevic: „Mein Aachener Kollege Erik Meijer hat mich am Mittwoch wegen Manuel angerufen, aber ich habe ihm sofort eine Absage erteilt. Die Zukunft von Schäffler liegt bei 1860.“

Am Mittwochabend begrüßte Stevic zusammen mit Geschäftsführer Manfred Stoffers, Präsident Rainer Beeck, Vize Michael Hasenstab, Ewald Lienen und Torhüter Gabor Kiraly im „Kulturgewölbe Einstein“ rund 150 Business-Seats-Kunden. Es gab Wein aus dem Burgenland, exotische Essen und jede Menge Spaß, wenn man den teilnehmenden Herrschaften Glauben schenken darf.

Stoffers: „Das war wirklich so, es wurde viel gelacht und es herrschte eine sehr positive Atmosphäre. Es war wie ein schönes Familientreffen. Man hat gemerkt, dass wieder viel Vertrauen in den Verein gesetzt wird, obwohl der Tabellenplatz noch nicht jener ist, den wir uns alle vorstellen. Aber die guten Ergebnisse in den Wochen vor Weihnachten haben allen gut getan.“ Und: Obwohl dem TSV 1860 aus rechtlichen Gründen nicht erlaubt war, dafür zu werben, sind etliche Business-Seats-Kunden bereit, Geld für die neue Löwen Sportrechte Vermarktungs GmbH zur Verfügung zu stellen. Stoffers: „Ich weiß, dass da einige mitmachen werden.“

Claudius Mayer

Quelle: tz

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