Lude: Locker zum Erfolg?

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Alexander Ludwig ist für die Löwen noch keine Verstärkung. Mehr Bilder vom Wiesn-Besuch der Löwen sehen Sie in der Fotostrecke unten.

München - Lernen auf der Wiesn? Für einen Ironiker wie Ewald Lienen kein Widerspruch: „Ich habe bei unserem Termin am Dienstag viel Kompaktheit gesehen im Zelt, viele Automatismen. Das Herz des Trainers hat gelacht!“

Vom saufenden und singenden Volk zur spielenden und treffenden Mannschaft. Eine abstrakt-anspruchsvolle Transferleistung, die Lienen da von seinem Team fordert.

Vor allem vom Ex-Paulianer Alexander Ludwig (25) erhofft sich der Coach wichtige Impulse: „Ich erwarte von Alex, dass er unserem Spiel sein Stempel aufdrückt.“

Die Bilder vom Wiesn-Besuch

Strecke

Wie bei St. Pauli bewiesen. Mit zehn Toren avancierte Ludwig dort in der vergangenen Saison zum torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Liga. Bei 1860 präsentierte er sich dagegen bislang als Mitläufer.

Ludwigs Erklärung: „Wir spielen allgemein keinen guten Ball und ich hab’s noch nicht geschafft, meine Stärken einzubringen.“ Die feine Technik, die Durchsetzungskraft, den präzisen Schuss – ob’s nur an der Versetzung ins linke Mittelfeld lag, dass „Lude“ bisher so blass blieb bei den Löwen, sei dahingestellt.

Am Sonntag jedenfalls könnte er auch als zweiter Sechser neben Aleksandar Ignjovski auflaufen. Lienen schließt diese offensive Variante nicht aus. Und Ludwig nimmt’s eh, wie’s kommt: „Der Trainer und ich werden uns sicher noch mal unterhalten“, meinte er am Mittwoch. „Vielleicht will er ja noch ein paar Insider-Infos von mir. Meine Tür ist offen.“

An Ludes Lockerheit sollte es also nicht scheitern bei 1860. Zumindest neben dem Rasen ist er schon eine Bereicherung.

lk

Lude im Wiesn-Interview

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