„Die Entwicklung war in meinen Augen gut“

U19 des TSV 1860: Ex-Coach Lucksch wehrt sich gegen Märkle-Aussagen

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Helmut Lucksch ist vor wenigen Wochen als U19-Trainer der Löwen zurückgetreten. NLZ-Leiter Dieter Märkle sprach von einer überraschenden Entscheidung. Jetzt wehrt sich der ehemalige Coach gegen die Darstellung des TSV 1860.

In der Saison 2016/2017 stieg die U19 des TSV 1860 von der A-Jugend-Bundesliga in die zweitklassige Bayernliga ab. Ein herber Rückschlag für die Löwen, die in der Vergangenheit immer wieder Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ins Profi-Team integrieren konnten. Das angestrebte Ziel, der sofortige Wiederaufstieg, wurde in der vergangenen Spielzeit deutlich verpasst. Am Ende fehlten dem Löwen-Nachwuchs 18 Punkte auf Meister Ingolstadt. 

In dieser Saison sollte der Aufstieg unbedingt klappen. Deshalb ersetzte Helmut Lucksch Ex-Bundesliga- und Nationalspieler Christian Wörns. Auch Lucksch tat sich schwer mit dem zweimaligen deutschen U19-Pokalsieger und brachte die Mannschaft nicht auf Bundesliga-Kurs. Nach neun Spielen waren die Junglöwen zwar noch ungeschlagen, aber erneut nur auf Tabellenplatz drei, sieben Punkte hinter Spitzenreiter Jahn Regensburg. Lucksch trat nach dem 4:4 in Regensburg Ende Oktober von seinem Amt zurück. 

„Beim Spiel in Regensburg war ich selbst dabei. Es hat nichts darauf hingedeutet. Wir haben auch am Tag davor nach dem Training noch intensiv gesprochen. Er hat sich dann nach dem Spiel bei mir gemeldet und gesagt, dass er aufhören möchte. Es war sein Wunsch, er war nicht mehr dazu zu bewegen, nochmal darüber nachzudenken. Wir haben seinen Wunsch dann respektiert“, begründete Nachwuchsleistungszentrums-Leiter Dieter Märkle den Rücktritt im Interview mit Fussball Vorort

Gegen diese Darstellung wehrt sich jetzt der ehemalige Coach. Die Vertragsauflösung erfolgte „aufgrund unterschiedlicher Auffassung über die zukünftige Ausrichtung im beiderseitigen Einvernehmen“, sagt Lucksch. „Die Zusammenarbeit mit den Jungs hat viel Spaß gemacht. Wir waren inhaltlich und menschlich ein tolles Team. Die Entwicklung war in meinen Augen gut“, so der 49-Jährige weiter und verweist auf die Statistik. In allen neun Pflichtspielen unter seiner Leitung blieb die U19 ungeschlagen und holte 19 Punkte, gleichbedeutend mit fünf Siegen und vier Unentschieden. Interimsweise übernahm nach seinem Abgang zuerst Märkle, ehe U15-Trainer Jonas Schittenhelm bis Weihnachten die A-Junioren eingesprungen ist. 

Seit Luckschs Abgang konnte die Junglöwen in fünf Spielen nur noch sechs Punkte sammeln und kassierten außerdem auch die erste Saisonniederlage im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching. Inzwischen ist die das Team auf Platz vier abgerutscht und rangiert zehn Punkte hinter Spitzenreiter Greuther Fürth. Die angepeilte Rückkehr in die A-Junioren-Bundesliga hat sich damit fast schon wieder erledigt.  

Lucksch steht übrigens schon vor der nächsten Herausforderung und hat bereits mehrere Offerten bekommen. „Ich bin mit drei Vereinen in konkreten Verhandlungen und habe erst am Mittwoch eine neue Anfrage bekommen - kann sein, dass es noch ein wenig dauert.“

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