Nächste Runde im Meisterfeier-Streit / Rummenigge sauer

Ude legt nach: Wo war Franz?

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Im Urlaub: Oberbürgermeister Christian Ude.

O’diskutiert is! Mit seiner Wutrede auf der Meisterfeier hat Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge für Riesenwirbel gesorgt.

Erst sein Frontalangriff gegen Oberbürgermeister Christian Ude, weil der nicht bei der Meisterfeier war – und jetzt kommt der Konter! Der OB ließ erst per Pressemitteilung verlauten, wie viel die Stadt München für den FC Bayern tut (tz berichtete) und legt jetzt in der tz nochmal nach. Ihm ist nämlich aufgefallen, dass auch Franz Beckenbauer bei der Meisterfeier fehlte. „Er ist doch Präsident! Kennt er die Bedeutung des FCB nicht oder mag er die Bayern nicht?“, fragt Ude mit gespielter Empörung. „Sollten ihm aber seine ungestörten Pfingstferien wichtiger sein, nehme ich ihn ausdrücklich gegen Kritik in Schutz, denn dafür habe ich vollstes Verständnis.“

Auslöser für Udes Kommentare sind Sätze wie dieser: „Es kann nicht sein, dass hier Jahr für Jahr der FC Bayern das werbeträchtigste Unternehmen der Stadt München ist – noch weit vor dem Oktoberfest – und man den Eindruck gewinnt, es interessiert hier bei der Stadtspitze keinen.“ Das sagte Rummenigge bei der Meister-Party. Gemünzt auf Ude, der derzeit auf Mykonos urlaubt.

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Ja, Ude war nicht bei der Bayern-Party. Fakt ist aber tatsächlich ebenso: Auch Beckenbauer war als Präsident des Gesamt-Vereins zunächst nicht bei der Feier der Profis. Er kam nicht ins Rathaus zu den Fans, war erst später beim Gala-Dinner (fünf Gänge unter Ausschluss der Öffentlichkeit) dabei. Gestern, also zwei Tage später, arbeitete Rummenigge weiter am Erhalt der klaren Fronten. Dem Münchner Merkur sagte er: „Offensichtlich mag Herr Ude den FC Bayern einfach nicht.“ Und: „Er ist Oberhaupt der Stadt, wir fühlen uns wohl in dieser Stadt, aber er behandelt uns respektlos.“ Was jetzt passieren soll? Rummenigge: „Wir erwarten nichts, wir wünschen uns einfach, dass wir zur Stadt ein vernünftigeres und harmonischeres Verhältnis bekommen, als es in den letzten Jahren der Fall gewesen ist. Meine Rede im Rathaus war eine Kritik, aber gleichzeitig auch ein Hilferuf.“ Der Bayern-Boss stellte nochmal he­raus, sein Verein sei ein großer Werbe- und Sympathieträger der Stadt – und dazu noch ein großer Steuerzahler.

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Sicher, da ist was dran. Aber wie ist das jetzt mit dem Oktoberfest? Ist der FC Bayern wirklich wichtiger für die Stadt als die Wiesn? Ein paar Zahlen: Auf dem Oktoberfest waren im letzten Jahr 6,2 Millionen Gäste. Um auf ebenso viele Zuschauer vor Ort zu kommen, müssten die Bayern 90 ausverkaufte Heimspiele pro Saison machen. Ebenfalls interessant: die Wahrnehmung von außerhalb. Bei einer Studie im Jahr 1999 stellte sich heraus, dass im Ausland 91 Prozent aller Befragten den Begriff „Oktoberfest“ kennen. Damit lag die Wiesn auf Platz eins. Vor Goethe und der Autobahn. Nach dem FC Bayern wurde dabei nicht gefragt – muss aber wohl auch gar nicht. Marken-Experte Ronald Focken, Geschäftsführer der Serviceplan Holding, erklärt: „Das Oktoberfest und der FC Bayern sind schwer miteinander zu vergleichen. Ich kann nur sagen: Beide sind für München extrem wichtig, beide sind positive Imageträger. Und beide spielen zusammen. Wenn die Bayern-Profis in Lederhosen auf die Wiesn gehen, dann ist das am nächsten Tag in allen Zeitungen…“

Quelle: tz

Quelle: tz

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