Haching-Präsident Manni Schwabl

"Ich traue 1860 den Aufstieg zu"

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Seit ­Donnerstag ist er Präsident in Haching: Ex-Löwe Manni Schwabl.

München - Ex-Löwe Manni Schwabl ist seit Donnerstagabend neuer Präsident der SpVgg Unterhaching. Am Freitag treffen die Löwen im Testspiel auf die SpVgg. Schwabl freut sich auf seinen alten Klub.

Beim TSV 1860 war er alles: Stammspieler, Kapitän, Publikumsliebling – das sogar als ehemaliger Roter – und am Ende nicht mehr gelitten. Von 1994 bis 1997 gab Manni Schwabl im Trikot der Blauen alles, ehe er von Präsident Karl-Heinz Wildmoser vom Hof gejagt wurde. 

Stichwort „Besenkammer“. Weil Schwabl sich damals mit dem Löwenboss wegen der Örtlichkeit für die Saisonabschlussfeier überworfen hatte, wurde er vom Präsidenten gemobbt und als Krönung im Sommertrainingslager in ein Zimmer gesteckt, das knapp über den Quadratmetermaßen einer Hundehütte lag. Man einigte sich schließlich auf den Größenvergleich mit einer Besenkammer. Am Freitag (19 Uhr) trifft Schwabl wieder auf die Löwen. Ironie des Schicksals: Als Präsident. Zu dem er am Abend zuvor bei der SpVgg Unterhaching gewählt worden war.

„Ich freu’ mich richtig“, sagte der 46-Jährige, „vor allem, weil es immer schön ist, gegen einen Klub anzutreten, bei dem man früher mal war.“ Und Schwabl baut auch am Freitag wieder auf die Löwenfans: „Es wäre schön, wenn viele kämen. Ich hoffe, dass wir so um die 3000 Zuschauer haben werden.“

Traut er denn den Löwen zu, dass sie im neunten Anlauf endlich die Rückkehr in die erste Bundesliga schaffen? Schwabl: „Ich gehe davon aus, dass sie ganz vorn dabei sind, nachdem sie in der vergangenen Saison bereits hingeschnuppert haben.“

Noch ein weiterer Ex-Löwe steht am Freitagabend im Hachinger Sportpark im Blickpunkt: Savio Nsereko. Vor zwei Jahren beim TSV 1860 nur schwer integrierbar, weil sein Ego weitaus ausgeprägter war als seine Darbietungen auf dem Platz. Er verschwand dann auf einmal, zwei Wochen lang machten sich die Löwen sowas Ähnliches wie Sorgen um ihn – dann wurde der Vertrag des damals 21-Jährigen aufgelöst.

Auch seine Stationen danach waren nicht der Rede wert. Jetzt versucht Nsereko in der 3. Liga sein Glück. „Savio spielt auch gegen 1860 noch mir einer Gastspielgenehmigung“, erklärte Schwab, „weil er sich sowohl menschlich als auch sportlich bei uns noch auf Probe befindet. Eine Chance hat er sicher verdient. auch wenn es schon die dritte oder vierte ist.“

tz

 

Quelle: tz

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