Statt Karriereende

Wechsel zu 1860 war Thema für Hitzlsperger

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Thomas Hitzlsperger dachte über ein Engagement in München nach

München - Thomas Hitzlsperger hat seine Karriere als Fußballer beendet. Die Entscheidung steht. Doch es gab Gedankenspiele, seine Laufbahn beim TSV 1860 ausklingen zu lassen.

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Thomas Hitzlsperger hat im Alter von nur 31 Jahren seine Karriere beendet. "Seit ein paar Tagen bin ich sicher: Ich spiele jetzt nicht mehr", sagte er der Süddeutschen Zeitung. Die Entscheidung für seinen Rücktritt sei Folge "eines Prozesses mit vielen Vereinswechseln und einigen Verletzungen". Sein Körper habe "die entsprechenden Signale" gesendet, er hänge "jetzt auch nicht so zäh am Profi-Beruf, dass ich sagen würde: Ich reize es aus bis zum Letzten."

Dabei gab es durchaus Alternativen für den 52-fachen Nationalspieler. "Aus Deutschland und aus England hat mein Spielerberater Anfragen bekommen. Ich bin ja noch leistungsstark, kann noch was zeigen. Aber ausgerechnet in diesen Wochen und Monaten hat sich der letzte Schritt zu einem neuen Kurs herauskristallisiert."

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Wie unsere Onlineredaktion erfuhr, war vor einigen Wochen auch ein Wechsel zu den Löwen ein Thema. Der gebürtige Münchner Hitzlsperger hatte überlegt, in seiner Heimat wieder sesshaft zu werden und die Karriere dort ausklingen zu lassen. "Schon möglich", sagte er vergangene Woche auf Anfrage unserer Onlineredaktion darauf angesprochen. Und verwies darauf, dass er sich diese Woche erklären wolle - was er dann in dem SZ-Interview tat.

Auch jetzt, wo sein Karriereende feststeht, möchte er nicht ins Detail gehen. "Es wäre besser gewesen, Sie hätten mich vor ein paar Wochen dazu angerufen", so Hitzlsperger am Donnerstag. "Jetzt möchte ich mich dazu nicht mehr äußern." Ein Dementi klingt anders. Auf Anfrage bei 1860-Sportchef Florian Hinterberger zum Thema ließ er ausrichten, sich nicht zum Thema äußern zu wollen.

Klar wäre gewesen: Hitzlsperger hätte finanziell erhebliche Abstriche von seinen jüngsten Gehältern machen müssen. Mehr verdient als nach seinem Karriereende hätte er aber allemal.

Armin Linder

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