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"Dieser Abschied war ergreifend"

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Auch Ex-Löwen-Trainer Werner Lorant nahm Abschied. © Reichl

Burgheim - Nach seinem unerwarteten Tod wurde der ehemalige 1860-Torwart Bernd Meier am Samstag beigesetzt. Über 1.000 Freunde, Kollegen und Weggefährten nahmen Abschied.

Tausend Sterbebilder waren gedruckt worden, aber sie reichten bei weitem nicht aus, um alle Trauernden damit zu versorgen, die am Samstagvormittag im schwäbischen Burgheim Abschied von Bernd Meier nahmen. Von jenem Mann, der am 2. August völlig überraschend im Alter von 40 Jahren gestorben war.

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Bundestorwarttrainer Andreas Köpke (2.v.l.) nimmt Abschied von Bernd Meier. © Reichl

Sieben Jahre lang war Meier beim TSV 1860 unter Vertrag gestanden, die Hälfte davon hat er das Tor der Löwen in der Bundesliga gehütet. Viele ehemalige Kollegen von damals waren nach Burgheim gekommen, um dem „Moare“ die letzte Ehre zu erweisen: Roland Kneißl, Bernd Winkler, Thomas Miller, Rainer Berg, Matthias Imhof, Lutz Braun und Jürgen Schnell. Und natürlich war auch Werner Lorant anwesend, der sieben Jahre lang Maiers Trainer gewesen war. Lorant verfolgte wie viele andere den Gottesdienst in der völlig überfüllten Pfarrkirche St. Cosmas und Damian von draußen und vernahm eine eindrucksvolle Predigt von Regionaldekan Werner Dippel. Als anschließend Herbert Grönemeyers Song "Der Weg" ertönte, konnte fast keiner mehr seine zurückhalten. Am Ende des Gottesdienstes erklangen noch die Lieder "The Rose", "Ave Maria" und "In the arms of angel".

Bernd Meiers letzter Weg in Bildern

„Es war sehr ergreifend und ging unter die Haut“, sagte der ehemalige Löwen-Abwehrspieler Lutz Braun. „Und dass so viele Spieler aus der 94er-Aufstiegsmannschaft da waren, beweist, welche Verbundenheit diese Mannschaft bis heute noch hat.“

Einige waren verhindert, weil sie sich in Urlaub befanden (Thomas Ziemer, Olaf Bodden), oder bei ihren Vereinen unabkömmlich waren, wie Reiner Maurer, Jens Keller oder Manni Schwabl, der Präsident der SpVgg Unterhaching. Er weilte am Samstag beim Punktspiel in Halle, hatte es sich aber am Abend zuvor nicht nehmen lassen, nach Burgheim zu fahren, um an einem Rosenkranz für Meier teilzunehmen.

Die Aufstiegsmannschaft hatte einen eigenen Kranz niedergelegt, ebenso wie der TSV 1860 und Meiers spätere Vereine LR Ahlen, Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund. Vom DFB, für den Meier als U 17-Torwartrainer tätig war, nahmen Andi Köpke und Steffen Freund am Grab Abschied von ihrem Freund und Kollegen. 1860-Vizepräsident Wolfgang Hauner, der zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Otto Steiner und Ex-Präsident Karl Auer nach Burgheim gekommen war, gedachte in seiner Rede nochmal des Menschen Bernd Meier und zeichnete in Worten seine Karriere als Fußballer nach.

Trauer um Bernd Meier: Bilder aus seiner Karriere

Die große Anteilnahme war möglichersweise ein kleiner Trost für Meiers Lebensgefährtin Karin sowie für dessen Eltern und seine Schwester Elke. Nach der Beerdigung trafen sich die Löwen und einige andere Trauergäste noch auf Einladung der Hinterbliebenen zu einem Leichenschmaus in einem Burgheimer Gasthaus. Bemerkenswert: Nachdem alle Leute den Friedhof verlassen hatten, kehrte Werner Lorant nochmal ans Grab zurück und nahm ganz allein Abschied von Bernd Meier..

cm, mr

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