"Wir hätten Biancucchi sperren können"

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Wann machen die Vereine den Deckel auf den  Biancucchi-Transfer?

München - Es ist etwas ruhig geworden in der Transfer-Posse um Emanuel Biancucchi. Dabei ist der Messi-Cousin immer noch ein bisschen Löwe. Jetzt hat sich Miki Stevic geäußert.

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Transfer-Posse um Biancucchi

Vor rund einem Monat sorgte Emanuel Biancucchi nicht nur bei den Löwen-Fans für Verwunderung. Selbst Sportdirektor Miki Stevic und sein deutscher Berater Vincenzo Pennavaria wussten nichts von seiner eigenmächtigen Aktion: Wenige Stunden vor Ende der Transfer-Frist reiste er ins spanische Girona und setzte beim dortigen Zweitligisten seine Unterschrift unter einen Vertrag.

Mach's gut, Magnum-Mate! Ghvinianidzes kurioseste Bilder - und wo er es jetzt krachen lässt

Mach's gut, Magnum-Mate! Ghvinianidzes kurioseste Bilder - und wo er es jetzt krachen lässt

Mate Ghvinianidze ist ein cooler Typ © sampics
Schade, dass er den Löwen den Rücken gekehrt hat. Er ist nun für den PFK Sevastopol am Ball © sampics
München verlor nicht nur einen rustikalen Innenverteidiger, ... © sampics
... sondern auch einen Mann, der für ulkige Eskapaden gut war. Die alle aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Fotostrecke sprengen. Aber wir zeigen mal ein paar - und anschließend einige Vorschläge, wo er es in Zukunft krachen lassen kann. © sampics
Legendär: Mate Ghvinianidzes Art, an der Grünwalder Straße zu parken. Dieses Auto war zwar auf Savio Nsereko zugelassen - doch die "Ein Auto, drei Parkplätze"-Variante dafür hat Ghvinianidze salonfähig gemacht. © lk
Richtig viel Geld kostete Mate Ghvinianidze dieser Abend © partygaenger.de
Und zwar nicht nur wegen des Edel-Schampus' Ruinart Brut Rosé, den er sich schmecken ließ. © partygaenger.de
Ich nehm noch zwei! © partygaenger.de
Der Party-Abend im 8seasons war lang - und am Tag danach stand ein Laktattest an. Das brachte Ghvinianidze eine saftige Geldstrafe ein - und eine süffisante Bemerkung von Miki Stevic: "Eine kleine Flasche hätte nicht so viel gekostet, aber auf den Fotos habe ich Mate mit einer Magnumflasche gesehen – und Magnum ist halt immer teurer. Mal ganz abgesehen von Mates Dekoration." © partygaenger.de
Mit dabei war Savio Nsereko. © partygaenger.de
Da war er noch jung: Mate im Sommer 2006 als Neu-Löwe © sampics
Do legst di nieda! © sampics
Nicht nur mit dem Lederball kann Ghvinianidze umgehen © sampics
Und Abschuss! © sampics
Starker Typ © sampics
Bussi für Benny! © sampics
Mate ist ganz Ohr © sampics
Ghvinianidze und die Schuhe? Da war doch was! Richtig: Es begab sich im Dezember 2009 vor dem Spiel gegen Oberhausen. Der Georgier war eigentlich für die Startelf vorgesehen, doch kurz vor dem Spiel verbannte ihn Löwen-Trainer Ewald Lienen auf die Bank, stellte Torben Hoffmann auf. Der Auslöser: Ghvinianidze hatte seine Fußballschuhe in München vergessen! „Unglaublich, da fehlen dir die Worte“, lautete die erste Reaktion des damaligen Teammanager Robert Hettich. © sampics
Er ist halt ein Party-Löwe - auch wenn er kein Löwe mehr ist. © sampics
Auch 2008 ließ sich Ghvinianidze schon Sekt schmecken - und zwar auf der Löwen-Weihnachtsfeier neben der schönen Anna. © sampics
Jetzt also Krimsekt! Damit Ghvinianidze in Sevastopol nicht langweilig wird ... © sampics
... hier ein paar Impressionen aus der ukrainischen Großstadt. © AP
Dort lässt man's gerne krachen © AP
Diese Fotos stammen vom Navy-Tag am 25. Juli © AP
Sport wird auch groß geschrieben © AP
Der PFK Sevastopol spielt in der ersten Liga © AP
Eine herrliche Stadt © AP
Und das direkt an der Küste © AP
Sevastopol liegt auf der Halbinsel Krim - dort serviert man vermutlich Krimsekt in Magnumflaschen - und hoffentlich nicht so was Alkoholfreies wie auf diesem Foto © dpa
Lass' es krachen, Mate! Eine Übersicht über die wichtigsten Discos der Stadt findest Du hier. © sampics

Mit eingefädelt hatte den Deal Jorge Messi, seines Zeichens Onkel von Biancucchi und Vater von Lionel Messi, der nur rund 100 Kilometer entfernt beim FC Barcelona spielt. Die 1860-Verantwortlichen waren düpiert - und dass es zu keiner Rückkehr kommt, sondern eher zu einem kleinen Obolus vom FC Girona an den TSV 1860, zeichnete sich mehr und mehr ab.

Biancucchi hat bis heute noch nicht für seinen neuen Klub gekickt und ist laut Bild weiterhin nicht spielberechtigt. An 1860 liegt's aber nicht, stellt Miki Stevic nun via Bild klar. "Wir hätten ihn sperren können", so der Sportdirektor. "Das bringt aber keinem was. Deshalb haben wir ihm die Freigabe erteilt und alle Unterlagen nach Spanien geschickt."

Aktuell ist Biancucchi ein bisschen 1860-Spieler und ein bisschen Girona-Spieler. Auf der Löwen-Homepage wird er zwar schon als Winter-Abgang geführt, doch die offizielle Bestätigung über einen vollzogenen Wechsel steht von der Grünwalder Straße weiterhin aus. Ob die noch vor der neuen Saison kommt?

al.

Das Sparbuch des TSV 1860: Mit neuen Plus-Punkten

Das Sparbuch des TSV 1860

Geschäftsführer Robert Schäfer hat eine denkbar schwere Aufgabe zu lösen: Er muss die Löwen möglichst schnell gesundsparen, ehe ihnen von der DFL weitere Punkte oder gar die Lizenz entzogen wird. © sampics
Schäfer ging zum Amtsantritt gleich mit gutem Beispiel voran und kürzte das eigene Gehalt um 20 Prozent. Wir zeigen, wo die Löwen im vergangenen Jahr den Rotstift ansetzten. Sogar mit Schampus wird gespart ... © sampics
Schäfers Vor-Vorgänger Manfred Stoffers (l.) hatte es mit einem Finanzkonstrukt, der Löwen-Anleihe, versucht. Mehrere Millionen Euro sollten die Fans dem Verein für fünf Jahre zur Verfügung stellen, dafür sechs Prozent Zinsen pro Jahr kassieren und sich derweil eine Schmuckurkunde an die Wand hängen können. Stand Mitte Dezember wurde laut "Bild" nicht mal eine Million Euro erzielt. © sampics
In der vergangenen Saison wurden unter Stoffers die Dauerkarten zwar teurer, aber dafür mit Geld-zurück-Garantie ausgegeben. Sollten die Löwen am Saisonende auf Platz zehn oder darunter landen, erhalten Jahreskarten-Käufer fünf Prozent des Ticketpreises zurück. Die Löwen wurden Achter und sparten sich eine Stange Geld. © sampics
Kommen wir zum personellen Aderlass: Teammanager und Pressesprecher Robert Hettich musste im Dezember 2010 seine Sachen packen. Der Posten des Teammanagers wurde nicht nachbesetzt, die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt. Lil Zercher, die als Praktikantin bei den Löwen begann, stieg zur Pressesprecherin auf. © sampics
Finanz-Controller Wolfgang Blumenröder, der von Ex-Geschäftsführer Robert Niemann engagiert worden war, erhielt während der Probezeit die Kündigung. „Das stimmt“, sagte Blumenröder, „ich bin jetzt Ex-Controller…“ © dpa
Ewald Lienen und Co-Trainer Abder Ramdane verließen die Löwen im Sommer 2010, um Olympiakos Piräus trainieren zu dürfen. Zähneknirschend erteilten die Löwen dem Trainer die Freigabe. Ob und wieviel Geld dabei als Entschädigung geflossen ist, bleibt unklar. © dpa
Sicher ist: Mit Reiner Maurer kam ein vergleichsweise preiswerter Ersatz. © sampics
Lienen lotste auch José Holebas zu Piräus. "Für uns ist der Transfer wirtschaftlich sinnvoll", erklärte Löwen-Sportdirektor Miki Stevic damals. © sampics
Lienens Griechenland-Intermezzo endete zwar schon nach zwei Monaten, er heuerte danach aber bei Arminia Bielefeld an. Dorthin holte er für die Rückrunde zwei weitere Löwen: Sandro Kaiser ... © sampics
... und Eke Uzoma. Beide sind somit bis auf Weiteres von der Löwen-Gehaltsliste. © sampics
Auf der schlug auch Savio Nsereko Anfang der Saison voll zu Buche. Doch Savio glänzte mehr mit Abwesenheit, denn mit tollen Aktionen. Nachdem er sich wochenlang nicht gemeldet hat, wurde ihm gekündigt. © dpa
Aleks Ignjovski ist noch da, hat aber einen Vorvertrag beim AC Florenz unterschrieben, der allerdings nichtig wird, sofern ein anderer Verein mehr bietet. © sampics
Moritz Leitner wurde für eine Million Euro an Borussia Dortmund verkauft, sollte aber ursprünglich auf Leihbasis bis zum Start der Saison 2010/11 bei den Löwen bleiben. Nur sparen sich die Löwen auch das Rückrundengehalt des Youngsters, der lieber für den FC Augsburg spielt. © sampics
Juan Barros (l.) wurde in der Winterpause wieder weggeschickt, weil er sich nicht durchsetzen konnte. Gehalt gespart! © sampics
Peniel Mlapa wurde im vergangenen Sommer für kolportierte 1,3 Millionen Euro zur TSG Hoffenheim geschickt. Wieder war ein Stück Tafelsilber futsch. © Getty
Alle verbliebenen Spieler sollten eine zehnprozentige Kürzung ihres Gehalts hinnehmen. Daniel Bierofka (links) ging mit gutem Beispiel voran und akzeptierte die Sparmaßnahme als einer der Ersten. © sampics
Wie die tz herausfand, sollte es für Spieler, deren Vertrag am Saisonende ausläuft, noch dicker kommen. Unter anderem haben Gabor Kiraly, Benjamin Lauth (r.) und Daniel Bierofka (M.) eine Verlängerung zur Hälfte der bisherigen Bezüge angeboten bekommen. Haken daran: Die neuen Verträge sollten bereits ab Januar gelten. Diese Idee wurde von der Vereinsführung aber wieder verworfen. © Getty
Insgesamt rund zwei Millionen Euro hat Immobilienhändler Nicolai Schwarzer aus Berlin seit Anfang 2009 in die Löwen gesteckt – als Darlehen und als Investment in die Löwen Sportrechte Vermarktungs GmbH (LSV). Zuletzt überwies er Ende Oktober einen sechsstelligen Betrag nach München, um die Löwen und seine Einlage vor dem Insolvenzverwalter zu retten. „Ich habe 'ne Menge Kapital drin bei 1860 und bin daran interessiert, dass ich das Geld möglichst mit Rendite zurückbekomme“, sagte Schwarzer zur tz. © fkn
Zu den Auswärtsspielen geht's bei weiten Strecken fortan mit dem Bus statt mit dem Flugzeug. © sampics
Auch das Wintertrainingslager musste leider ausfallen. Reiner Maurer sagte in der "Sport Bild", dass die Planungen für ein Trainingslager in der Türkei bereits weit fortgeschritten waren und das Hotel günstig gewesen wäre. Trotzdem: gestrichen! © sampics
Am 30. November richteten die Löwen einen Comedyabend in der Muffathalle aus. Die nicht ganz billigen Karten dafür gingen weg wie die warmen Semmeln. Präsident Rainer Beeck scherzte bereits, dass die Löwen künftig öfter kulturelle Veranstaltungen bieten sollten ... © al.
Die teuren Mietpflanzen an der Grünwalder Straße wurden abbestellt. Kostenpunkt laut "Kicker": 50.000 Euro. © sampics
Vor den Auswärtsspielen wie gegen Ingolstadt wird, sofern möglich, kein Teamhotel mehr bezogen. © sampics
Auch die Weihnachtsfeier im großen Kreis fiel diesmal aus. © sampics
Mate Ghvinianidze (r.) spülte mit seinem Schampus-Umtrunk am Tag vor dem Laktattest Geld in die Kassen der Löwen. Miki Stevic sagte dazu süffisant: „Eine kleine Flasche hätte nicht so viel gekostet, aber auf den Fotos habe ich Mate mit einer Magnumflasche gesehen – und Magnum ist halt immer teurer. Mal ganz abgesehen von Mates Dekoration…“ © Partygaenger.de
Auch Emanuel Biancucchi muss für seine eigenmächtige Urlaubsverlängerung einen Obulus in die Löwen-Kasse entrichten. © sampics
Nicht zu vergessen ist der Mietnachlass, den der FC Bayern den Löwen gibt. Um welche Summen es sich dabei exakt handelt, bleibt wohl ein rot-blaues Betriebsgeheimnis. © Getty
Daniel Bierofka (r.) bleibt den Löwen zu verringerten Bezügen treu. Er verlängerte bis 2013. „Daniel hat mit seiner Vertragsverlängerung einen substantiellen Beitrag für die Sanierung geleistet und damit große Solidarität gezeigt", dankt Robert Schäfer. © sampics
Kevin Volland wechselt zu 1899 Hoffenheim, bleibt den Löwen aber auf Leihbasis eineinhab Jahre treu. Nach tz-Informationen bringt der Deal den Löwen 700.000 Euro Ablöse. © sampics
Kenny Cooper geht zurück in die USA, spielt zukünftig für Portland. Die Löwen sparen eine Menge Gehalt. © sampics
Ende Januar drückte Trainer Reiner Maurer allen Spielern eine Schneeschaufel in die Hand - Räumdienst gespart! „Das ist doch eine ­gute Teambuildungsmaßnahme, die noch dazu nichts kostet“, sagte Maurer. © TSV 1860
Mathieu Béda
Mathieu Béda stand schon seit geraumer Zeit auf der Löwen-Transferliste. Pünktlich zum Transferschluss wurden die Löwen den Großverdiener an den FC Zürich los. © sampics
Mate Ghvinianidze: Der Wechsel des Innenverteidigers in die Ukraine zum PFK Sevastopol dürfte einiges an Geld in die Kassen gespült haben. Wieviel? Das bleibt geheim. © sampics
Gabor Király hat seinen Vertrag verlängert - und dabei offenbar auch auf Geld verzichtet. Wie groß der Gehaltsverzicht gegenüber dem alten Kontrakt ausfällt, wurde nicht bekanntgegeben. Der 34-Jährige selbst erklärt, dass es von beiden Seiten ein Entgegenkommen gab. "Wir haben eine Lösung gefunden, die für den Verein und für mich zufriedenstellend ist", so Király. "Dabei haben wir uns in der goldenen Mitte getroffen." © dpa
Kushtrim Lushtaku wechselte am 2. März zu Örebro SK nach Schweden - er war zwar kein Großverdiener. Aber immerhin sparen die Löwen sein Gehalt © sampics

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