tz-Check: So schlugen einst die anderen Oldies bei den Löwen ein

Wörns zu 1860 – es sieht gut aus!

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Bald ein Löwe? Dortmunds Pokal-Finalist Christian Wörns.

Nein, auch Marco Kurz wollte zum Thema Christian Wörns keine Stellung beziehen. Beim TSV 1860 gibt es keine Aussagen bezüglich eines Wechsels des ehemaligen Nationalspielers an die Grünwalder Straße.

Auch Manager Stefan Reuter hatte am Mittwoch gemauert, und sein Treffen mit Wörns als „ein privates Gespräch“ dargestellt, bei dem es „nicht über einen Wechsel“ gegangen sei. Na ja. Tatsache ist, dass Reuter von seinem Ex-Verein Borussia Dortmund am vergangenen Samstag zum Pokalfinale nach Berlin eingeladen war und sich beim anschließenden Bankett mit seinen beiden ehemaligen Kollegen Jürgen Kohler und Christian Wörns angeregt unterhalten hat. Und dabei soll es sehr wohl um Wörns und einen Wechsel zum TSV 1860 gegangen sein. Und: Einer aus dem ganz engen Umfeld von Wörns sagte gestern zur tz: „Die Chancen für 1860 stehen nicht schlecht.“

Das wurde ja auch von Stefan Reuter immer eingefordert: Dass er in seiner Position seine Kontakte aus früheren Zeiten für die Löwen nutzt. Zumal es zwei Punkte gibt, die durchaus für einen Wechsel an die Grünwalder Straße sprechen: Wörns ist ablösefrei und er zieht ohnehin demnächst nach München, damit seine italienische Frau wieder näher an ihrer Heimat leben kann.

Wörns, der übrigens den gleichen Berater wie Michael Ballack, nämlich Dr. Michael Becker, an seiner Seite hat, wird im Mai schon 36. „Ich bin aber topfit und habe noch keine Verschleißerscheinungen“, sagt er.

Würde der TSV 1860 den Transfer perfekt machen, dann wäre Wörns der älteste Spieler, den der Verein je seit Bestehen der Bundesliga verpflichtet hat. Wobei die Löwen mit ihren „Oldies“ selten schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Volltreffer und Publikumslieblinge waren zum Beispiel Erich Beer und Peter Pacult, die beide einst mit knapp 35 an die Grünwalder Straße kamen. Ganz zu schweigen von Gerald Vanenburg, der mit 34 bei 1860 anheuerte und noch Weltklasseleistungen bot. Und der bei seinem Comeback, als er schon 35 war, mitgeholfen hat, dass die Löwen die Qualifikationsspiele für die Champions League erreichten.

Auch dank der fußballerischen Künste eines Thomas Häßler, der im Alter von 33 engagiert wurde.

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Und es gibt noch weitere Beispiele: Abedi Pele wurde, so hieß es jedenfalls offiziell, mit knapp 32 geholt und begeisterte zwei Jahre lang die Löwen-Fans. Davor Suker war fast 34, als er er sich das erste Mal das Trikot mit dem Löwen überstreifte und danach zeigte, was für Tricks er noch drauf hatte. Martin Max wurde mit knapp 31 verpflichtet und konnte sich danach zweimal als Bundesliga-Torschützenkönig feiern lassen. Das letzte Mal, als er schon fast 34 war.

Den ein oder anderen Flop gab’s beim Griff in die Oldie-Kiste natürlich auch. Holger Fach wurde mit knapp 35 geholt und verließ nach einem halben Jahr den Verein wieder. Gerhard Poschner kam als 34-Jähriger aus der 2. spanischen Liga, erwies sich aber schon bald als körperlich nicht mehr tauglich für die Bundesliga.

Quelle: tz

Quelle: tz

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