Haching geht unter

Video: „0:3-Niederlage wirft uns nicht aus der Bahn“

Unterhaching - Die Siegesserie der SpVgg Unterhaching ist gerissen. Beim 0:3 gegen Kickers Offenbach zeigten die Hachinger ungewöhnlich viele Fehler.

von Robert M. Frank

Viel lief bei den Hachingern zusammen. Gerade in der Spieleröffnung offenbarte die sonst zielstrebig und geduldig agierende SpVgg Schwächen. „Wir hatten keine Geduld im Aufbauspiel“, sagte Teamchef Manuel Baum. Offenbach hingegen zeigte vor dem Tor Effektivität, entführte drei Punkte aus dem Sportpark und nahm Haching die Möglichkeit, die Tabellenführung zu verteidigen.

Keine Chance hat Haching-Torwart Stefan Riederer beim Offenbacher 2:0. Das Tor für die Kickers hat mit Thomas Rathgeber (nicht auf diesem Bild) just ein ehemaliger Hachinger erzielt. Foto: Bro

„Unsere Niederlage geht in Ordnung“, sagte Baum. Schon das erste Ausrufezeichen setzten die Gäste, aber der 20-Meter-Schuss von Julius Reinhardt strich über das Tor (14.). Erst danach wirkte die SpVgg wacher. Nach einem wunderschönen Steilpass von Yasin Yilmaz wurde Manuel Fischer im Abschluss aber noch entscheidend gestört (17.). Auch ein Versuch von Florian Niederlechner nach einem Gewühl (20.) sowie Schüsse von Fischer (22.) und Yilmaz (27.) fanden nicht den Weg ins Tor. Besser stellten sich die Kickers an, die zwei Mal die rechte Hachinger Seite alt aussehen ließen.

Mathias Fetsch (25.) und der Ex-Hachinger Thomas Rathgeber (28.) bedankten sich und brachten die Hessen mit 2:0 in Führung. Auch wenn den Hausherren ungewohnt viele Fehlpässe unterliefen, kamen die Rot- Blauen dennoch vor dem Seitenwechsel zu Möglichkeiten. Der agile Dominik Rohracker setzte sich über den linken Flügel durch und schoss rechts vorbei (35.). Auch Maximilian Welzmüller wurde für sein Dribbling nicht belohnt – der defensive Mittelfeldspieler jagte den Ball an die Querlatte (41.). Im zweiten Durchgang zeigten die Gäste den Hachingern abermals, wie es funktioniert.

Nach einem Einwurf und einer Kopfballverlängerung war Fetsch zum zweiten Mal zur Stelle und besorgte mit dem 3:0 die Vorentscheidung. „Das war der Genickbruch“, erkannte OFC-Trainer Arie van Lent. Als „ungünstigen Zeitpunkt“ umschrieb SpVgg-Torwart Stefan Riederer den dritten Gegentreffer. Ab diesem Zeitpunkt lief zunächst gar nichts mehr im Spiel nach vorne. „Im Aufbauspiel war der Wurm drin“, sagte Riederer, der seine Mannschaft mit starken Paraden vor weiteren Gegentreffern bewahrte (57./59.). Auf der Gegenseite wollte der Ball auch einfach nicht ins Tor.

Nach einem nicht geahndeten Foul an Niederlechner im Gäste-Strafraum (69.) und einem Pfostenschuss von Daniel Hofstetter (70.) schien die Hoffnung auf die Wende dahin. „Wir haben viel mehr reagiert als agiert“, beschrieb Stephan Thee das fahrige und mit vielen Fehlpässen dekorierte Spiel der Hachinger. Der Sturmlauf mit Chancen von Andreas Voglsammer (81./87.) und Markus Schwabl (82.) brachte im Vergleich zu den Last-Minute- Siegen gegen Bielefeld und Dortmund nichts mehr ein – Kickers -Schlussmann Robert Wulnikowski parierte prima.

Die dritte Saisonniederlage war nach dem jüngsten Erfolgslauf Realität. „Das wirft uns jetzt nicht aus der Bahn“, sagte Baum. Der 33-Jährige hofft auf einen Lerneffekt aus der zweiten Heimpleite. „Wichtig ist, dass die Fehler so nicht noch einmal passieren.“ Riederer sieht es positiv: „Wir haben ja schon einmal drei Niederlagen in Serie gehabt und sind da auch wieder gescheit herausgekommen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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