1860 kassiert Packung in der Rosenau

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Bruchlandung: Ein mittelschweres Debakel erlebten die TSVler am gestrigen Mittwochabend in Augsburg.

TSV 1860 Rosenheim - So hatten sich die Sechziger das nicht vorgestellt: Mit einer derben 0:5 (0:1)-Pleite im Gepäck musste der TSV 1860 Rosenheim am Mittwoch die Heimreise vom Gastspiel beim FC Augsburg II antreten.

Vor nur 250 Zuschauern im alterwürdigen Rosenaustadion waren die zunächst äußerst defensiv auftretenden Rosenheimer offenbar von der Spielstärke des Gegners überrascht. Die Fuggerstädter, die mit Jan-Ingwer Callsen-Bracker auch einen namhaften Profi aufboten, waren in der ersten Hälfte klar die bessere Mannschaft, spielten sehenswerten Kombinationsfussball und wurden folgerichtig nach 25 Minuten mit dem 1:0 belohnt, als Patrick Wurm nach schöner Vorarbeit von Bayram Nebihi 1860-Torwart Robert Mayer keine Abwehrchance ließ. Irgendwie erinnerte die erste Halbzeit aus Sechziger-Sicht dabei an die Vorstellung in Heimstetten vor Wochenfrist, wo die Rothemden zur Pause mit dem 0:1 ebenfalls gut bedient waren, aber dann noch mit 4:1 gewannen.

Besserung stellte sich diesmal nach dem Pausentee allerdins nur kurzzeitig ein. Die Rosenheimer nahmen nun, nachdem es in Halbzeit eins durch Markus Einsiedler genau einen nennenswerten Torschuss gab, endlich am Offensivspiel teil und kamen selbst zu Möglichkeiten. Dann wurde die Teschke-Elf allerdings durch den Doppelschlag von Marco Thiede (68.) und Pablo Pigl (70.) zum 2:0 bzw. 3:0 eiskalt erwischt. Das war natürlich die Vorentscheidung, der die Mannschaft von Dieter Märkle in der Schlussphase durch Nebihi (82.) und den kurz zuvor eingewechselten Tim Uhde (90.) noch zwei weitere Treffer folgen ließ.

FCA-Trainer Dieter Märkle freute sich hinterher über die gute Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben schon oft gut gespielt, sind bislang aber nie belohnt worden. Heute ist uns hoffentlich die Befreiung gelungen." Sein Kollege Dirk Teschke fand dagegen deutliche Worte: "Dass Augsburg eine gute Mannschaft hat, wussten wir. Wir haben uns allerdings nach dem 0:2 aufgegeben. So etwas darf einfach nicht passieren."

Quelle: fussball-vorort.de

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