Handlungsbedarf in der Offensive

TSV 1860 Rosenheim mit Reise ins Ungewisse

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Durch den Weggang von Andreas Voglsammer sieht 1860-Coach Dirk Teschke Handlungsbedarf in der Offensive.

TSV 1860 Rosenheim - Es ist eine Reise ins Ungewisse. Der FV Illertissen ist ein noch unbeschriebenes Blatt im bayerischen Fußball, die große Unbekannte. Der Verein fühlte sich, obwohl gerade noch bayerisch, lange Jahre eher Baden-Württemberg zugehörig, hat zuletzt in der dortigen Oberliga Platz vier belegt.

Sich aber für eine Rückkehr in den Bayerischen Fußball-Verband entschieden, für die neue Regionalliga Bayern.

Allzu viel ist nun auch nach Rosenheim noch nicht durchgedrungen über diesen recht fremden Klub, bei dem der TSV 1860 am heutigen Samstag (14 Uhr) sein zweites Auswärtsspiel in Folge bestreiten muss. Man weiß, dass Illertissen 16.000 Einwohner hat, zwischen Memmingen und Ulm liegt. Von Torsten Rinke hat man gehört, der schon drei Treffer in zwei Partien erzielt hat, von furiosen dreieinhalb Minuten in Rain, in denen der FVI kurz nach der Pause ein 0:1 in ein 3:1 umgewandelt hat. Die Mannschaft scheint offensiv äußerst stark zu sein, das Torverhältnis von 5:4 spricht aber auch für leichte Probleme in der Defensive.

Dirk Teschke, Coach der Sechziger, hat sich schon ein bisschen informieren können. Bei Joe Albersinger, dem alten Weggefährten, der sich am Mittwoch mit seiner Ingolstädter U23 den Rosenheimern mit 0:1 beugen musste, zuvor aber in Illertissen nach 0:2-Rückstand ein 2:2 erreicht hat. Bestimmt hat Teschke ein paar wertvolle Tipps mitgenommen, wie den Schwaben beizukommen ist. „In erster Linie aber“, sagt er, „müssen wir auf uns selbst schauen.“

"Sieg gegen Ingolstadt macht Mut"

Und dieser Blick verheißt hoffnungsvolle Perspektiven. Der Sieg in Ingolstadt „hat viel Mut und Selbstvertrauen gegeben“, spürt der Coach. „So konzentriert und engagiert müssen wir auch in Illertissen auftreten“, fordert er, „wir sollten uns nur noch etwas mehr Torchancen herausspielen.“ Die Defensive steht, Teschke hofft, dass Christian Hofmann, der in Ingolstadt nach 70 Minuten vom Platz ging, wieder in die Startformation rücken kann. Seine Erfahrung, seine Gabe, Situationen zu antizipieren, sind in dieser Liga Gold wert, selbst wenn er nicht hundertprozentig fit sein sollte, er kann der Mannschaft helfen.

Teschke sieht Handlungsbedarf in Offensive

In der Abwehr aber hat der Trainer für den Notfall auch hervorragende Alternativen, während er in der Offensive Handlungsbedarf sieht nach dem Verlust von Andreas Voglsammer: „Da sind wir auf der Suche“, erzählt Teschke, zumal Langzeiturlauber Markus Einsiedler noch länger fehlen wird. Dagegen hat sich Danijel Majdancevic in Ingolstadt gleich mit dem goldenen Tor zurückgemeldet und scheint auf dem besten Weg, zurück zu alter Leistungsstärke zu finden.

"Mit Ingolstadt-Leistung bestehen wir"

Teschke reist jedenfalls mit großer Zuversicht in diese neue (Fußball-)Welt, der große Druck ist durch den Erfolg am Mittwoch erst einmal von seinen Schultern genommen. „Mit drei Punkten im Rücken kann man natürlich ganz anders auftreten“, sagt er. Und weiß: „Mit der Leistung von Ingolstadt werden wir sicher auch in Illertissen bestehen.“

von Reinhard Hübner

Quelle: fussball-vorort.de

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