6:1! Ein halbes Dutzend FCP-Volltreffer

Martin Finkenzeller obenauf, Rosenheims Yasin Temel am Boden. Das Pipinsrieder Urgestein erzielte des vorentscheidende 4:1.
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Martin Finkenzeller obenauf, Rosenheims Yasin Temel am Boden. Das Pipinsrieder Urgestein erzielte des vorentscheidende 4:1.

FC Pipinsried - Das Vorbereitungsprogramm von Tobias Strobl hat funktioniert: Am Freitag war er mit seiner Truppe auf dem Oktoberfest, am Sonntag ließen die Pipinsrieder ein 6:1 (3:1) gegen den SB DJK Rosenheim folgen. Allerdings half die Güttler- Truppe kräftig mit beim Schützenfest...

Bevor die Partie richtig Fahrt aufgenommen hatte, war sie schon gelaufen. 3:0 führten die Pipinsrieder nach 17 Minuten; seit der zehnten Minute standen die Rosenheimer nur noch zu zehnt auf dem Platz. Die Sportbund-Youngster ließen den Kopf hängen. „80 Minuten in Unterzahl, das kann man in der Bayernliga nicht verkraften“, zeigte SB-Coach Günter Güttler Verständnis für seine Schützlinge. Sein Gegenüber Tobias Strobl war indes nicht so zufrieden, wie man es nach dem klaren Ergebnis hätte vermuten können.

„Wir waren in der ersten Halbzeit nicht so souverän wie wir es mit einem 3:0 hätten sein müssen. Nach dem Seitenwechsel haben wir dann die Räume genutzt, die sich uns zwangsläufig boten.“ Dabei hatten die Gäste gar nicht schlecht begonnen. Ihre ersten Angriffsbemühungen sahen nicht schlecht aus, doch dann bekamen die Gastgeber zwei berechtigte Elfmeter zugesprochen, der Rosenheimer Routinier Naoto Ishii musste nach einen Handspiel das Feld verlassen (10.). Pech für den Japaner, denn er berührte das Leder erst hinter der Torlinie.

Was allerdings für den Schiedsrichter- Assistenten Simon Huber schwer auszumachen war, denn Ishii stand direkt am linken Rosenheimer Pfosten. Dem zweiten Penalty ging ein Ungeschicklichkeits-Foul am 16-Meter-Rand voraus und beim dritten Treffer fand Tormann Simon Vockensperger nicht schnell genug den Weg zurück in seinen Kasten, so dass Holzhammer von der Torauslinie ins kurzen Eck einspitzeln konnte. Danach verflachte die Partie. Der Dorfclub schob das Leder hin und her und vertändelte es zuweilen. Die Gäste hatten mehr vom Spiel und holten einige Eckbälle und Freistöße heraus. FCPTorwart Tobias Antoni musste gleich zweimal sein ganzes Können unter Beweis stellen, um einen Anschlusstreffer der Rosenheimer zu verhindern (33./40.). Im Gegenzug hätte Strobl schon alles klar machen können, als er von Dominik Schön in beste Schussposition gebracht wurde, 14 Meter halbrechts vor dem Sportbund-Gehäuse. Aber der Coach legte mit der Hacke zurück – ins Nirwana (40.).

„Ich gönne anderen eher den Treffer lieber als mir selber“, begründete der 25-Jährige seine Aktion – und ärgerte sich dabei sichtlich. Speziell, weil es kurz darauf im eigenen Kasten klingelte (45.). „Mit dem Erfolgserlebnis vor der Pause haben wir nochmals Hoffnung geschöpft“, berichtete Güttler später, „aber schlussendlich war es nur Ergebniskosmetik“. Je länger die Partie dauerte, umso müder wurden seine Kicker. „Ab der 60. Minute waren die Rosenheimer k.o.“, hatte auch Strobl beobachtet. Die weiteren Treffer von Finkenzeller (61.), Panagiotidis (68.) und Wünsch (73.) waren die logische Folge. Strobl (55./85.) und Kubica (56.) hätten das Resultat sogar noch erhöhen können. Die Pipinsrieder Fans waren hinterher zufrieden, nur FCP-Präsident Konrad Höß gab den gelbblauen Matthias Sammer: „Das Ergebnis ist natürlich gut, aber von der Einstellung her hat heute oft die nötige Konsequenz gefehlt.“ Der Dorfclub rangiert weiterhin auf Platz drei, fünf Zähler hinter dem Tabellenführer BC Aichach und zwei Punkte hinter Mit-Aufsteiger Pullach.

Quelle: fussball-vorort.de

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