Unterhaching - Vom Abstiegskandidaten zum Aufstiegsaspiranten

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SpVgg Unterhaching – Vor der Saison mit dem Saisonziel Klassenerhalt angetreten, steht die SpVgg Unterhaching nach sieben Spieltagen den Aufstiegsrängen näher als dem Tabellenkeller.

Während die Jüngeren im Team nach oben schielen, versuchen die Erfahreneren weiterhin auf die Euphoriebremse zu drücken.

Mancher Experte hatte die Spielvereinigung Unterhaching vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins gesehen. Nach sieben Partien, von denen die SpVgg lediglich eine Begegnung verlor, liegen die Hachinger als Fünfter nur einen Zähler hinter dem Aufstiegs-Relegationsplatz (Rang drei). Auf den ersten Abstiegsplatz sind es hingegen acht Punkte.

Führt der Weg der Spielvereinigung nach oben? Die Jüngeren fangen schon einmal an, zu Träumen. „In der Kabine unterhält man sich schon mal darüber und macht Späße“, sagt der 20-jährige Marcel Avdic. Weniger Spaß haben derzeit die Gegner der Hachinger. Die Kickers Offenbach (1:4), der Chemnitzer FC (0:3) und zuletzt der FC Carl Zeiss Jena (0:6) bekamen den Druck der Hachinger Truppe deutlich zu spüren. Haching zelebriert Zauberfußball und deklassiert die Gegner teilweise. „Mit der Mannschaft zu kicken, das macht richtig Spaß“, sagt der 19-Jährige Michael Vitzthum. Beim 6:0 der Rot-Blauen gegen Jena konnten die Zuschauer im Sportpark es dem Defensivmann nachfühlen.

Doch nicht nur die ganz jungen Spieler, sondern auch die vermeintlich Erfahreneren blühen auf. Michael Stegmayer spielt auf einmal wie ausgewechselt. Stefan Riederer, der bei Haching die vergangenen zwei Jahre nur als Reservetorwart verbrachte, glänzt mit guten Leistungen. „Für die erste Saison als Stammtorhüter freut mich das sehr. So kann es weitergehen“, sagt der 25-Jährige, der in dieser Saison die schwere Nachfolge von Ex-Haching-Stammkeeper Darius Kampa antrat. Bleibt abzuwarten, ob es für die Spielvereinigung weiter in Richtung Aufstiegsränge geht. Eine Niederlagenserie könnte die Euphorie im Sportpark jäh bremsen. Die Erfahreneren treten deshalb auf die Bremse. „Bevor wir nicht 40 Punkte haben, brauchen wir daran gar nicht denken“, sagt Riederer. Abheben ist bei dem aktuell mit 17 Toren torgefährlichsten Team der Liga allerdings verboten. „Wir müssen schon auf dem Teppich bleiben“, sagt Riederer. Etwas anders sieht das der eine oder andere der jüngeren Generation. Diese schielt schon mal auf die Aufstiegsränge. „Nach oben ist alles offen“, sagt Avdic. Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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