Der BCF im Sog des Abstiegsstrudels

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Pflichtspiel-Comeback nach mehr als fünf Monaten: Die 0:2-Niederlage des BCF Wolfratshausen in Affing konnte Werner Schuhmann (im grünen Dress) allerdings auch nicht verhindern.

BCF Wolfratshausen - Die 0:2-Niederlage beim FC Affing zieht den BCF Wolfratshausen in den Abstiegsstrudel. Cheftrainer Reiner Leitl steht in Farchet aber nicht zur Disposition. Wären alle Spieler beim BCF so ruhig und besonnen wie Manfred Fleischer, Leitl wüsste gar nicht mehr wohin mit lauter Routiniers.

Farchets Spartenchef hat für jede Sach- und Lebenslage eine schlüssige Erklärung. Abstiegskampf? Na klar. Wer erwarte denn ernsthaft etwas anderes in Wolfratshausen? „Jedes Spiel wird bei uns zum Endspiel.“ Außerdem hatte man zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison weniger Punkte auf der Habenseite. Und überhaupt: Es sei ja nichts Neues, dass das zweite Jahr in einer Liga in vielen Fällen mehr Schwierigkeiten parat hält.

Fleischers Einlassungen klingen wie Durchhalteparolen. Sie sind es wohl auch. Doch der 58-Jährige glaubt an die Kraft, die in der Ruhe liegt. Außerdem: So schlimm ist ja alles noch nicht. Zwar rutschte der Ballclub – statt Anschluss ans Mittelfeld zu halten – gefährlich nahe an die Abstiegsränge heran. Doch mit dieser Situation werde man „weit in die Saison hinein zu kämpfen haben“, versichert Fleischer. Vor allem dann, wenn man die wenigen hinter einem stehenden Teams quasi ohne großen Widerstand gewähren lässt.

Trainer Leitl bleibt von den jüngsten Pleiten vorerst unbeschadet. „Er passt zu uns. Wir sind froh, dass wir ihn haben“, stellt Abteilungsleiter Fleischer klar. Es sei eben nicht so einfach, sieben Kicker, darunter Leistungsträger, ersetzen zu müssen. Fallen dann noch Führungsspieler wie aktuell Basti Pummer und Aliou Sene aus, dann „bewegen wir uns eben in diesem Bereich“. In Affing bewegten sich die Farcheter indes zu wenig – oder falsch. Sonst hätte ein eigener Angriff wohl nicht mit dem Führungstreffer der Platzherren geendet.

Marley Amanquahs Ablage passte nicht, der FCA konterte – 1:0. Zuvor hatten Jakob Gerg sowie Marco Höferth aus der Distanz den möglichen Treffer für die Gäste vergeben. Gerade bei Höferths Versuch fehlte nicht viel zum Einschlag im Kreuzeck. „Der kann sich auch reinsenken“, trauerte Fleischer der verpassten Chance nach.

Ein Comeback der besonderen Art ging auf fremdem Terrain fast ein wenig unter. Farchet versuchte mit Werner Schuhmann neuen Offensivschwung zu entfachen. Der Torjäger kickte zum ersten Mal seit Ostermontag dieses Jahres in einem Pflichtspiel mit. Viel zum Torerfolg fehlte dann auch nicht: Nach einer Amanquah-Flanke wurde Schuhmann durch einen Affinger Ellenbogen entscheidend abgedrängt. Amanquah war es auch, der nach einem Schnittstellen-Pass von Ivan Lipotic auf das Affinger Gehäuse zusteuerte, von Schlussmann Florian Riegel aber noch gebremst wurde.

Auf der anderen Seite unterlief Attila Arkadas ein gravierender Bock im Spielaufbau. BCF-Schlussmann Franz Demmel versuchte, den Schaden noch abzuwenden, konnte aber den Querpass zum freistehenden Daniel Söllner nicht verhindern – 0:2. Dass der Sieg der „kämpferischen Affinger“ hochverdient war, stellte auch Manfred Fleischer nicht in Frage. „Die sind um ihr Leben gerannt.“ Das würde er sich von seinen Farchetern auch bald wieder wünschen.

Quelle: fussball-vorort.de

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