Akku leer bei Pullach - Sprecher König sehnt Winterpause herbei

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„Sensationell, wie er vor allem bei Strucks Chance gehalten hat“, schwärmte König über die starke Reaktion von Pullachs Schlussmann Gil Shohat.

SV Pullach - Wenn es noch eines Beweises bedurfte, wie nötig der SV Pullach die Winterpause hat, dann war es diese 0:2 (0:1)-Niederlage beim FC Gundelfingen. „Es wird wirklich Zeit“, kommentierte SVP-Sprecher Walter König die Situation.

Pullach – Eigentlich genügte laut König schon ein Blick auf den Spielberichtsbogen, um die Situation der Raben zu veranschaulichen: „Die Gundelfinger hatten sieben Ersatzspieler, wir drei, und das auch nur, weil sich unser Trainer Carsten Teschke mit draufschreiben ließ.“

Der Personalmangel, auch das ist ein altes Pullacher Lied, zwang zudem angeschlagene Spieler in die Startelf, Christian Duswald etwa, der sich demnächst einer Leistenoperation unterziehen muss. Entsprechend schwach traten die Raben in der ersten Halbzeit gegen die ziemlich forschen Gastgeber auf. „Gundelfingen war von Anfang an aggressiv und lauffreudig, hat mit Pressing dafür gesorgt, dass bei uns kein Spielaufbau zustande kam“, so König, der zugab: „Die hätten 3:0 führen können.“ Doch von den drei Riesenchancen nach ihren gefährlichen Standardsituationen nutzten die Gundelfinger nur die erste, als Christoph Schnelle nach einer Ecke einköpfte (17.). Gegen den nach einem weiteren Eckstoß freistehenden Peter Struck (26.) und bei einem Freistoß-Aufsetzer von Manuel Müller (37.) war hingegen SVP-Keeper Gil Shohat auf dem Posten.

„Sensationell, wie er vor allem bei Strucks Chance gehalten hat“, schwärmte König von der Reaktion des besten Pullachers. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs hatten dann die Isartaler ihre erste Möglichkeit, eine hundertprozentige sogar: Doch Toni Rauch zögerte, nachdem er Torwart Rafael Kiebler ausgespielt hatte, zu lange, ließ sich den Ball von Christoph Wirth noch wegspitzeln. Diese Chance war immerhin das Signal zu einer Steigerung nach dem Wechsel, die gegen Ende weitere hochkarätige Gelegenheiten mit sich brachte. Aber die letzten Zuspiele von Rauch (70.) und Maximilian Thurnhuber (86.) in Überzahlsituation gerieten zu ungenau, Volkan Cukur zauderte freistehend (73.), Daniel Schmeer brachte nach einem Querschläger des Torwarts den Ball einfach nicht unter Kontrolle (80.).

Die Art und Weise, in der die Chancen vergeben wurden, konnte man getrost als weiteres Indiz für die Fälligkeit der Winterpause nehmen. „Der Akku ist einfach leer“, stellte König fest. Die Gundelfinger hatten hingegen noch etwas Saft drauf: Nach Florian Königers Ampelkarte (87.) machten sie durch Stefan Kerle in der Nachspielzeit den Sack zu und König bilanzierte: „In einem Spiel, das über weite Strecken kein Landesliga-Niveau hatte, waren wir von zwei schwachen Mannschaften die harmlosere.“

von Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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