Akkurt: Bloß nicht Nachsitzen

Und wieder einmal hat es im gegnerischen Kasten eingeschlagen: Orhan Akkurt beim verlorenen Derby gegen den FC Ismaning (1:2).

SV Heimstetten - Trotz starker 21 Zähler in den zwölf Partien dieses Jahres ist Neuling SV Heimstetten vor dem letzten Bayernliga-Spieltag aufgrund der mäßigen Hinserie noch immer nicht gerettet. Heimstettens Stürmer Orhanm Akkurt glaubt an den eigenen Klassenerhalt.

von Matthias Horner

Bis Dienstag war man allerdings davon ausgegangen, dass immerhin der Direkt-Abstieg durch den jüngsten 3:2-Erfolg beim FSV Erlangen-Bruck vermieden ist. Dann jedoch befeuerte ein Urteil des Landgerichts Hof die von Heimstettens Manager Michael Matejka verkündete Vermutung, dass „sich Hof sowieso in die Liga klagt und wir in der kommenden Saison 19 Vereine in der Bayernliga haben werden“.

Wie ein nicht enden wollender Zahnarzt-Besuch zieht sich der Verhandlungsmarathon der SpVgg Bayern Hof durch die Rückrunde. Zunächst waren den Oberfranken nach einer „Becherwurf- Affäre“ drei Punkte vom Verbandssportgericht abgezogen worden. In der Berufungsverhandlung wurde diese Strafe auf zwei Zähler Abzug reduziert. Doch auch dabei wollten es die renitenten Hofer nicht bewenden lassen und zogen vor das ortsansässige Zivilgericht, welches das Sportgerichtsurteil nun prompt aufhob.

Auch das für Freitag angesetzte Wiederaufnahme- Verfahren des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) konnte von den findigen Hofern gekippt werden. So fällt eine endgültige juristische Entscheidung erst nach Saisonende. Die sportliche Ausgangsposition sieht indes wie folgt aus: Punktgleich mit Aindling und Bayreuth liegt Heimstetten vor der finalen Runde zwei Zähler vor Hof, das Meister FC Ismaning empfängt. Auch die drei punktgleichen Teams haben ein Heimspiel gegen einen Kontrahenten, für den nichts mehr auf dem Spiel steht. Claus Schromms Heimstetten hat Bamberg zu Gast (Sa., 15 Uhr). Neben einem Direkt- Absteiger wird noch der Relegationsteilnehmer gesucht. So könnte entweder Meister Ismaning oder drei Siege der gleichauf liegenden Klubs verhindern, dass die Entscheidung über den Klassenerhalt weit nach Saisonschluss am grünen Tisch gefällt wird. Ein Horrorszenario für den BFV, der in dieser Affäre ohnehin eine sehr unglückliche Figur abgibt.

Als „Witz“ bezeichnet auch Angreifer Orhan Akkurt den von Hof angezettelten Verhandlungsmarathon: „Die standen die ganze Saison auf einem Abstiegsplatz und da sollten sie auch am Ende stehen“. Darüber hinaus glaubt der 25-Jährige, „mit einem Sieg gerettet“ zu sein, da er davon ausgeht, dass einer der Konkurrenten patzt. Diese Zuversicht ist nur zu verständlich, läuft doch für den ehemaligen Großhaderner alles nach Plan, seit er wieder zurück im Münchner Raum ist. Erst im Winter war Akkurt nach halbjährigem Intermezzo aus Burghausen zurückgekehrt nach Heimstetten, wo er im Vorjahr mit 33 Treffern maßgeblich am Aufstieg beteiligt war. Neun Treffer gelangen ihm seither in elf Spielen, „zwei will ich noch machen“. Am 14. März ist er Vater von Sohn Denis geworden. Dies sei auch „das Hauptargument“ für seine Rückkehr gewesen, erklärt der Münchner. Zwar sei das Profileben „super, für mich aber nicht lukrativ und seit ich Nachwuchs habe, ist Fußball zweitrangig“.

Akkurt arbeitet Vollzeit bei Sponsor „Kutz&Jost Consulting“, betont, sich „sehr wohl in Heimstetten“ zu fühlen und die Planungen auf die Bayernliga auszurichten. Deshalb hofft er, dass die Saison am Samstag mit dem Klassenerhalt erfolgreich zu Ende geht. Zumal Akkurt aufgrund einer schmerzhaften Verletzung an der Ferse arg gehandikapt ist und „die Bitte an die Mannschaft“ richtet: „Eine Saison-Verlängerung muss nicht sein, mein Fuß braucht eine Pause“.

Quelle: fussball-vorort.de

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