Heiß begehrter Torjäger

Akkurt über Angebote von Buchbach und Türkgücü-Ataspor

Fünf Treffer, drei Männer, zwei Torschützen: Andreas Giglberger (M.) gratuliert Lukas Riglewski zu ersten seiner drei Tore – rechts Orhan Akkurt, der später zweimal trifft Foto: Michalek

Es ist ja nicht so, dass Orhan Akkurt zurzeit ein Bewerbungsvideo bräuchte. Aber der 5:1-Sieg seines SV Heimstetten über Schwabmünchen böte zweifelsfrei genug Stoff für einen solchen Film. Da ist zunächst das 2:0, bei dem der 31-Jährige das Leder aus drei Metern über die Linie drückt – nach dem Motto: Stehen, wo ein Stürmer stehen muss. 

In eine andere Kategorie fällt Akkurts zweiter Streich zum vorentscheidenden 3:1 kurz nach der Pause. Umzingelt von drei Gegner, die ihn am Strafraumeck bedrängen, als verschenke er Wiesn-Marken, dreht sich der Stürmer wie eine Ballerina um die eigene Achse und setzt die Kugel ins lange Eck – Marke Traumtor.

Durch seine Saisontreffer Nummer 23 und 24 stellt der zuverlässigste Goalgetter der Bayernliga Süd wieder mal unter Beweis, wie wertvoll er für Heimstetten ist. Umso glücklicher sind sie dort, dass Akkurt seinen Vertrag kürzlich verlängert hat – trotz verlockender Angebote. „Buchbach hätte mich gereizt“, sagt der Angreifer über die Offerte des Regionalligisten. Aber auch der ambitionierte Landesligist SV Türkgücü Ataspor wäre „interessant“ gewesen, so Akkurt. Letztlich habe er sich aber für Heimstetten entschieden, „weil ich mich hier sehr wohl fühle“, betont er. Und: „Ich wollte meiner Familie nicht noch einen Wechsel zumuten.“ Schließlich wohnt Akkurt im nahen Feldkirchen; beide Söhne kicken in der SVH-Jugend.

So offen der Stürmer über seine Entscheidung und mögliche Alternativen redet, so offen spricht er auch die Defizite seiner Elf an, die sich vor gut einer Woche und nach zwei Niederlagen in Serie aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat. „Wenn es gut läuft, so wie heute, dann spielen wir richtig stark“, sagt Akkurt. „Aber wenn es um was geht und wenn es wehtut, dann fehlen uns die Qualität und der unbedingte Wille zu gewinnen.“ So ist der Stürmer überzeugt: „Unser Kader hat nicht die Qualität, um ganz vorne in der Liga mitzuspielen.“ 

Quelle: fussball-vorort.de

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