Alles wie immer: TSV Eching bügelt Heimpleite auswärts wieder aus

Peter Enckell (r.) erzielte das vornetscheidende 2:0 für seine Echinger.
+
Peter Enckell (r.) erzielte das vornetscheidende 2:0 für seine Echinger.

TSV Eching - Es war alles wie immer. Nach der Heimblamage gewinnt der TSV Eching auswärts wie selbstverständlich. Durch das 2:0 beim FC Dingolfing hat der TSV nun in der Fremde viermal am Stück gewonnen.

Von Nico Bauer

Und das mit 10:0-Toren. Der Erfolg in Dingolfing ist dennoch eine Besonderheit, weil der Starsturm komplett ausfiel. Thomas Eckmüller lag krank im Bett und Fabi Hrgota musste sich beim Aufwärmen endgültig seinen Oberschenkelproblemen geschlagen geben. Aus diesen personellen Schwierigkeiten resultierte eine komplette Systemumstellung: Ferhat Serefliogullari hieß der Mittelstürmer, dahinter die Youngsters Kevin Witzl und Umberto Nasuli. Das neu zusammengestellte Trio rechtfertigte das Vertrauen ebenso wie Tobi Brand, der als Außenverteidiger in die erste Elf rutschte. Die Defensive bildeten zwei Ketten. Auf der Sechs gab es diesmal das Trio mit Leo Mayer, Janis Hoffmann und Michael Rödl vor der Viererkette. Diese Idee von Trainer Reiner Leitl ging voll auf, denn die Niederbayern hatten in den gesamten 90 Minuten keine einzige Torchance. Eching dominierte die Partie und arbeitete sehr diszipliniert gegen den Ball. „Das war alles sehr ordentlich“, sagte später Echings Fußballchef Marcus Heiss. Der Schönheitsfehler des guten Matches war die miserable Verwertung der ersten Chancen. Leo Mayer traf den Pfosten (10.) und dann hat Umberto Nasuli den Torwart bei zwei Hundertprozentigen angeschossen. Vor allem der Spielzug in der 15. Minute hätte einen Treffer verdient gehabt, aber auch fünf Minuten später blieb dem jungen Angreifer das erste Landesliga- Tor seiner Karriere verwehrt. Für den ersten Treffer brauchte es fünf Minuten nach der Pause eine recht kuriose Situation. Dingolfing hatte eine Flanke eigentlich schon geklärt, als eine Kerze zu Stande kam. Der Ball prallte zwischen Torwart und Verteidiger auf den Boden – mit dem Ergebnis, dass sich keiner der beiden für die zweite Klärung zuständig sah. Der zur Pause eingewechselte Adi Al-Hamawi sagte dann Dankeschön und spritzte dazwischen. Das 2:0 (64.) markierte dann der nächste Joker Peter Enckell, den nach einem schnellen Spielzug der zur Grundlinie durchgebrochene Enzo Potenza bediente. Dieser Sieg geht so auch in Ordnung, wobei die Dingolfinger den Echingern schon gerne mal wieder ein Auswärtstor eingeschenkt hätten. Am Ende stürmte das Heimteam mit drei Mann, setzte alles auf eine Karte und kam nicht richtig durch. Und die Echinger Abordnung fuhr nach der x-ten Wiedergutmachung nach Hause. Im Kopf: die nicht zu beantwortende Frage, warum so ein Spiel im anscheinend verhexten Stadion an der Dietersheimer Straße einfach nicht möglich ist.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare