Allgäuer stechen SCF gleich doppelt aus

Allgäuer schnappen sich Augsburg-Test und Brucks Kapitän

Sebastian Schmeiser hat seinen Job beim SCFgeschmissen.
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Sebastian Schmeiser hat seinen Job beim SCFgeschmissen.

SC Fürstenfeldbruck – Kurz vor Saisonstart ist beim SC Fürstenfeldbruck der Kapitän von Bord gegangen. Sebastian Schmeiser wechselt in die Regionalliga zum FC Memmingen. Und auch das Testspiel des FC Augsburg gegen AS Monaco scheint nicht der Amper, sondern im Allgäu zu steigen.

Nach dem eher enttäuschenden Besuch beim Gastspiel von Celtic Glasgow im Technomarkt-Stadion hatten die Brucker auf einen warmen Geldregen durch den Besuch der Augsburger gehofft. Doch scheinbar zerschlagen sich die Hoffnungen. „Die Veranstalter aus Österreich würden das Spiel schon bei uns ausrichten wollen“, sagt SCF-Präsident Eckart Lutzeier. Das Problem: Die Augsburger haben

dabei ein gewichtiges Wort mitzureden. Am Ende dürfte die Wirtschaft den Ausschlag geben. Memmingen hat den selben Sponsor wie die Erstligisten vom FCA. Darum drängen die Schwaben darauf, im Allgäu zu spielen. „Ober sticht Unter“, beschreibt Lutzeier die Situation.

Weniger finanziell, dafür um so härter auf sportlicher Ebene trifft den SCF der Abgang von Sebastian Schmeiser. Heimlich, still und leise sollte der Transfer des Puchheimers vollzogen werden. Die etwas naive Erklärung des Präsidenten: „Wir wollten kurz vor Saisonstart keine Unruhe durch eine Diskussion um einen weiteren Abgang.“ Die Geheimdienst-Rechnung hat Lutzeier allerdings ohne den Regionalliga-Krösus gemacht. Denn logischerweise haben die Allgäuer mit dem Neuzugang nicht hinterm Berg gehalten.

Immerhin: Weil der Kapitän noch einen Vertrag hatte, darf sich der SCF über eine Ablösezahlung freuen. „Wir haben immer gesagt: Wenn noch ein Spieler geht, muss sich das für den Verein finanziell rentieren“, sagt Lutzeier. Das Geld will der SCF-Chef noch in einen weiteren Neuzugang stecken, der qualitativ ungefähr gleichwertig sein soll. Ein erstes Gespräch mit einem Kandidaten sei bereits terminiert. Das Problem für Lutzeier: Der Umworbene hat aber auch noch andere Angebote.

von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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