Im Angriff drückt Unterföhring der Schuh gewaltig

Einsatz an der Eckfahne: Ercan Maraz (l.) & Co. müssen im Zweikampfverhalten zulegen. Foto: Förtsch

FC Unterföhring - Der Start 2011 für den FC Unterföhring in der Fußball-Landesliga ging völlig schief. Nach nur vier Niederlagen in 21 Spielen während der ersten Saisonhälfte gab es nun null Punkte aus zwei Partien.

Damit sind die Unterföhringer nun trotz Noch-Tabellenführung der Außenseiter gegen den FC Gersthofen (Sonntag, 14 Uhr, Kunstrasenplatz). Unterföhrings Trainer Alexander Ebner hatte unter der Woche mit seiner Mannschaft einiges zu besprechen. Vor allem ärgerte es ihn, dass die Mannschaft bei der Heimniederlage gegen Thannhausen die gleichen Fehler wie zuvor bei der Pleite in Fürstenfeldbruck machte.

Ebner sah ein schwaches Zweikampfverhalten „und dazu haben wir oft die falschen Mittel angewandt. Damit haben wir dem Gegner in die Karten gespielt.“ Deshalb war die Ansage des Teamchefs klar: „Jeder einzelne muss sich auf das besinnen, was er in der Vorrunde gemacht hat. In 19 der bisher 22 Landesligaspiele hat der an der Tabellenspitze stehende Neuling mindestens ein Tor geschossen. Das klingt gut, aber trotz der beiden Treffer bei den Niederlagen gegen Fürstenfeldbruck (1:4) und Thannhausen (1:3) drückt nun vorne der Schuh.

Mit dem verletzten Spielmacher Andreas Faber fehlt nun mehrere Wochen der torgefährlichste Mittelfeldspieler. Ebner warnt davor, sich auf den Mittelstürmer zu verlassen: „Wir können nicht davon ausgehen, dass der Heinz Sichort in der zweiten Saisonhälfte noch einmal 15 Tore macht.“ Die Mittelfeld-Dreierreihe hinter Sichort strahlte mit Gebesci, Cetinkaya und Sperl zuletzt wenig bis keine Torgefahr aus. Vor allem Ömer Gebesci war erschreckend harmlos, während Moritz Sperl zumindest den einen oder anderen Torschuss hatte.

Für den Trainer hängt nun viel davon ab, ob die Mannschaft es schafft, die Torgefahr auf mehrere Schultern zu verteilen. Der TSV Gersthofen kommt den Unterföhringern derzeit durchaus recht, denn der FCU kann die Favoritenrolle weiter geben, der in der Winterpause unter anderem Ex-Profi Thomas Mayer ( Wacker Burghausen , SSV Reutlingen) verpflichtete. Ebner sieht in Gersthofen „die kompletteste Mannschaft unter den vorderen Teams. Hier spielt nun der Aufsteiger gegen den Meisterschaftsanwärter.“ Personell gibt es wohl eine Veränderung. Michael Kain ist nach dem Skiurlaub zurück und wird in die erste Elf zurück kehren. Er könnte Armin Brotz ersetzen, hinter dessen Mitwirken ein dickes Fragezeichen steht.

Nico Bauer

Aufstellung: Vidovic - Maraz, von Kolzenberg, Manzinger, Grund - Kain, Lamprecht (Brotz) - Gebesci (Putta), Cetinkaya, Sperl - Sichort.

Quelle: fussball-vorort.de

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