Aufbruchstimmung im Sportpark

Unterhaching - Nach 39 Jahren Engelbert Kupka hat die SpVgg Unterhaching mit Manni Schwabl einen neuen Präsidenten. Der frühere Bayern-Profi hat eine kompetente Mannschaft um sich geschart. Es herrscht Aufbruchstimmung.

Es war ein denkwürdiger Abend im VIP-Haus des Unterhachinger Sportparks. Engelbert Kupka leitete seine letzte Versammlung als Präsident der SpVgg Unterhaching, die er 1973 in der zweituntersten Spielklasse übernommen hatte und bis in die Bundesliga führte. „Damals spielte der FC Deisenhofen in der Bezirksliga. Das schien uns damals unerreichbar“, erinnert sich Kupka zurück an jene Tage, als er als Unterhachings Bürgermeister ins Amt gedrängt worden war. Vier Jahrzehnte später ist die SpVgg Unterhaching die Nummer drei im Münchner Fußball, hat dabei ihre Bodenständigkeit von damals aber nicht verloren. Auch jetzt gab’s für die Teilnehmer der außerordentlichen Mitgliederversammlung Leberkäs mit Kartoffelsalat und Brezn mit Obatzden.

Auch ihre Herzlichkeit hat sich die SpVgg Unterhaching bewahrt. Kupka wurde nach seiner Rede mit dem wärmst möglichen Applaus bedacht, ohne dass es auch nur irgendwie inszeniert gewirkt hätte. Dass er demnächst Ehrenpräsident werden wird (und Anton Schrobenhauser Ehrenschatzmeister) ist eine Selbstverständlichkeit.

Und doch blickt der gesamte Verein nunmehr nur noch nach vorn. Schwabl und seine Crew sprühen vor Tatendrang und verbreiten enormen Optimismus. Die Aufbruchstimmung ist regelrecht greifbar.

Neu im Präsidium ist als Vizepräsident (neben Peter Wagstyl) Rainer Beck, Münchner Immobilienunternehmer und Inhaber des Eishockey-Clubs Landshut Cannibals. Als Schatzmeister konnte Schwabl den Münchner Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Robert Perchtold an Bord holen. Der ehemalige Hauptsponsor der SpVgg Unterhaching, der Münchner Unternehmer Erich Lejeune, wird dem neuen Präsidium ebenso beratend und unterstützend zur Seite stehen wie Ex-Profi Markus Oberleitner und der frühere Pressesprecher Markus Sieger. Schwabl über seine neuen Mitstreiter: „Alle haben eines gemeinsam: Wir stehen mit unseren bayerischen Wurzeln mehr denn je für die Ausrichtung des Klubs.“ Bereits im Vorfeld seiner Wahl hatte Schwabl immer wieder betont, voll auf Talente aus der Region bauen zu wollen. Sein Motto lautet: „Solide, regional, auf die Jugend bauend.“

Schöne Worte. Doch - zumindest im Profibereich - lassen sie sich nur umsetzen, wenn die Kasse gefüllt ist. Und hier kommt Erich Lejeune ins Spiel, der nichts von seiner alten Motivationskunst verloren hat Schwabl hat ihn in die Plicht genommen, endlich einen Sponsor zu finden. Bis zum Herbst, hofft Schwabl, solle dieses leidige Thema erledigt sein.

Der Aufbruchstimmung tat der nun bereits seit über einem Jahr fehlende Sponsor keinen Abbruch. „Du, Manni, bist genau der richtige Mann für dieses Amt“, rief Lejeune ins Mikrofon. Damit hat er die Stimmung unter den anwesenden Mitgliedern der SpVgg Unterhaching auf den Punkt gebracht.

Robert Gasser

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare