Wolfratshausener Ausgleich made in Japan

Spieler des Tages: Mit einer starken Leistung verdiente sich Farchets Außenverteidiger Michael Rauch (re.) in Burghausen ein Sonderlob seines Trainers. Foto: archiv

BCF Wolfratshausen – Der Japaner Tadokoro Shota rettete seiner Mannschaft gegen den mit neun Profis bestückten Gegner aus Burghausen in letzter Sekunde ein gefeiertes 2:2-Unentschieden.

VON OLIVER RABUSER

Wolfratshausen – Staunend blickte Lukas Wank auf den Spielberichtsbogen: Mit zwei Ausnahmen enthielt die Aufstellung der Gastgeber ausschließlich Akteure, die sich ihr fußballerisches Können vom SV Wacker monatlich bezahlen lassen. Die Addition des Farcheter Co-Trainers ergab 116 Drittligaspiele der beim Anstoß beteiligten Feldspieler. So verwunderte die 2:0-Pausenführung, entstanden durch einen Doppelpack des 22-jährigen Christoph Behr, nicht wirklich. Einmal war es ein Konter, und beim 0:2 kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Gäste „nicht schnell genug umgeschaltet“, wie BCF-Trainer Andreas Brunner einräumte.

Beide Gegentreffer fielen über die linke Abwehrseite der Wolfratshauser. Wobei Brunner seinen Linksverteidiger Michael Rauch bei der Ursachenforschung explizit ausklammerte. Vielmehr verpasste der Coach dem Werdenfelser ob dessen engagierten Widerstandes gegen Christian Brucia das Attribut „Spieler des Tages“. Brunner, der eingedenk der Umstände sogar mit einer knappen Niederlage hätte leben können, sah eine stabile Leistung seiner Defensive. In Anbetracht „unserer Verletzten und des Burghauser Aufgebots“ hätten seine Mannen sogar „richtig gut gespielt“. Fehlte also nur ein anständiges Ergebnis. Mit der Einwechslung von Marley Amanquah half Brunner diesem Makel zur Hälfte ab. Der Waldramer nahm Mitte des zweiten Spielabschnitts einen Abschlag von Tormann Franz Demmel mit dem Vollspann an und zimmerte den Ball aus 23 Metern Distanz zum Wacker-Gehäuse in den rechten Torwinkel.

Lattenschuss war Ausnahme

Burghausen verlor an Präsenz. Daran änderte auch ein Lattenschuss der Innstädter nichts. Wacker habe sich „zu früh zufrieden gegeben“, seine Konter nicht mehr „aggressiv ausgespielt“, resümierte der Farcheter Fußballlehrer. Der BCF nahm die Begegnung durch die Underdog-Rolle „wie ein Pokalspiel“. Amanquahs Anschlusstreffer habe „Auftrieb gegeben“.

Die Erlösung ließ dennoch lange auf sich warten. Amanquah und Ludwig Huber wurden bei ihren Chancen im letzten Moment geblockt, Norbert Bzuneks Solo von Torhüter Schönhuber gestoppt. Erst der finale Ball führte zum Ausgleich: Tadokoro Shota drückte Werner Schuhmanns Eckball nahe des langen Pfostens per Kopf in die Maschen – glücklich ob des Zeitpunktes, verdient des Engagements wegen. Allerdings missfielen Andi Brunner die Ergebnisse aus Landsberg und Markt Schwaben. Aber nach so einem Spiel waren diese Nebengeräusche wenigstens „für zehn Minuten egal“ und der eine Punkt „wichtig für die Moral“.

Wacker Burghausen II – BCF Wolfratshausen 2:2 (2:0)

BCF: Demmel – Panholzer, Shota, Jell, Rauch, M. Pföderl (72. Schuhmann), Kretzinger, Huber, T. Pföderl, Pratz (46. Amanquah), Lenz (77. Bzunek);

Tore: 1:0, 2:0 (10.,43.) Behr, 2:1 (71.) Amanquah, 2:2 (90+4) Shota.

Schiedsrichter: Pongratz (TSV Regen).

Quelle: fussball-vorort.de

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