Basti Pummer sichert Wolfratshausen einen Triumph des Willens

Der Künstler und Mann für die wichtigen Tore beim BCF Wolfratshausen: Basti Pummer (li.) bejubelt mit Kapitän Lech Kasperek (Mi.) seinen Siegtreffer gegen den BC Aichach.

BCF Wolfratshausen - Paukenschlag an der Kräuterstraße: Der BCF Wolfratshausen verabschiedet sich mit einem tollen 1:0 (1:0)-Erfolg über den Tabellen-Zweiten BC Aichach in die Winterpause.

Wolfratshausen – Samstagnachmittag, zehn Minuten vor 16 Uhr: Auf und neben der Spielerbank des BCF Wolfratshausen gestikuliert eine Viehlzahl von Menschen in Richtung Schiedsrichter. Der bange Blick auf die Uhr, das nervöse Umhertippeln. Wann ist endlich Schluss?

„Wie lange denn noch“, brüllt Franz Sedunko, versteckt unter einer roten Mütze, seine Ungeduld heraus. Momente später darf der Vize-Spartenleiter erleichtert jubeln, und mit ihm alles, was in irgendeiner Form das BCF-Logo am Körper trägt. Die Farcheter schlagen den namhaft besetzten Aufsteiger aus dem Wittelsbacher Land und überwintern trotz eines Spiels weniger auf einem Aufstiegsrang. „Wir wollten uns vor der Winterpause ordentlich positionieren“, sagte Steffen Galm und ergänzte: „Jetzt stehen wir ordentlich da.“ Dieses positive Resümee des Farcheter Übungsleiters galt auch für die Farcheter Defensive: Die gestattete den Aichacher Angreifern um Sturmführer Christian Doll nur selten Zugang zum eigenen Sicherheitsbereich. Einmal musste das Glück aushelfen: Doll kam aus halbrechter Position frei zum Abschluss, sein raffinierter Heber landete am Quergebälk des BCF-Kastens.

Die Bilanz wurde umgehend ausgeglichen: Bei Maxi Panholzers Versuch lenkte ein Aichacher Abwehrbein den Ball gefährlich ans Gestänge. Es folgte die Schlüsselszene: Jakob Taffertshofer tauchte nach einem Standard frei vor BCA-Tormann Stefan Brunner auf. Der konnte den ersten Versich noch entschärfen, sah sich aber dem Nachschuss wehrlos ausgesetzt. „Wir haben den Gegenspieler im Rücken der Abwehr vergessen“, monierte Gäste-Trainer Ivan Konjevic. Die Rede war von Basti Pummer, dem Künstler im Wolfratshauser Team, dem Mann der wichtigen Tore. Der 26-Jährige drosch das Spielgerät in die Maschen. Später, bei seiner Auswechslung, wurde Pummer mit für Farcheter Verhältnisse frenetischem Applaus verabschiedet.

Lob gebührte jedoch der gesamten BCF-Truppe. „Eine Mannschaft, die zurecht diesen Namen trägt“, verkündete Galm voller Stolz. Es war ein Sieg des Willens und der Leidenschaft. Und: Es war ein verdienter Erfolg der Platzherren. Erneut Pummer, Franz Fischer und Maxi Panholzer unterstrichen mit weiteren Möglichkeiten die Rechtmäßigkeit der Führung. Benjamin Wildgruber hätte am Ende eines lehrbuchreifen Konters den Sack sogar zumachen müssen. Doch es reichte auch so. Sieben Spiele ist der BCF nun ungeschlagen, nur eine Niederlage resultierte aus den letzten elf Partien. Das ist eine Weihnachtsbilanz, die sich sehen lassen kann.

von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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