Baum warnt vor zahnlosen Zebras aus Duisburg

Baum: „Jeder der Spieler hat schon Erste oder Zweite Liga gespielt.“
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Baum: „Jeder der Spieler hat schon Erste oder Zweite Liga gespielt.“

SpVgg Unterhaching - Heimschwäche gegen Auswärtsstärke und viele andere schöne Statistiken: Geht es nach den nackten Zahlen, fährt die SpVgg Unterhaching als klarer Favorit zum Auswärtsspiel beim MSV Duisburg (Samstag, 14 Uhr). Ein trügerischer Vorteil?

Ja, sagt Hachings Teamchef Manuel Baum, der wie Trainer-Kollege Claus Schromm derlei Zahlen traditionell wenig Aussagekraft zumisst: „Das interessiert uns weniger. Wir schauen uns jeden Gegner speziell an und überlegen uns: Welcher Plan passt dafür? Den versuchen wir dann anzuwenden.“ Will heißen: Tabellenplatz egal, Statistik egal, es zählt nur die Konzentration auf die eigenen Komponenten.

Weil es diesmal aber besonders eklatante Unterschiede zwischen den Kontrahenten gibt, sei ein Blick darauf gestattet. Traditionsklub Duisburg, im Sommer wegen eines Lizenzentzuges von der Zweiten in die Dritte Liga abgestiegen, hat eine verheerende Heimbilanz: Platz 19 in der Heimtabelle, in neun Spielen ganze neun Punkte (davon nur zwei Siege) geholt.

Da kann auch eine bessere Auswärtsbilanz im Gesamtklassement mit dem elften Rang wenig die Realitäten aufhübschen: Der MSV ist vom angepeilten Wiederaufstieg meilenweit entfernt. „Noch“, sagt Baum allerdings, „Duisburg wird erst in der Rückrunde durchstarten. Der Klub hat erst spät überhaupt die Lizenz für die Dritte Liga bekommen, dann erst eine Mannschaft gefunden, da fehlt ein Großteil der Vorbereitung.“ Qualität aber habe das Team dennoch: „Jeder der Spieler hat schon Erste oder Zweite Liga gespielt.“

Doch um zu den Zahlen zurückzukehren: Den im eigenen Stadion so zahnlosen Duisburger „Zebras“ steht eine geballte Auswärtsmacht gegenüber, die zudem einen Lauf hat.

Obwohl die Hachinger ihr Auswärtsmatch vergangenes Wochenende in Osnabrück verloren, liegen sie in der Auswärtstabelle auf Platz zwei (vier Siege, drei Remis, erst zwei Niederlagen), haben gemeinsam mit Spitzenreiter Heidenheim auch die meisten Treffer auf fremden Terrain erzielt (15). Und: Von den zurückliegenden 13 Partien hat die SpVgg Unterhaching nur zwei verloren.

Zumindest die Statistik weist Haching also als Favorit aus, das ist nicht von der Hand zu weisen. Die hohlen Fakten mit Fleisch, sprich: Punkten, zu füllen, steht der Mannschaft nun noch bevor. Torhüter Korbinian Müller drückte sich gestern nicht um eine Einschätzung und sich im Bezug auf die Rollenverteilung so aus: „Wir haben Respekt vor jeder Mannschaft, auch vor Duisburg. Das ist sicher eine sehr gute und sehr erfahrene Truppe. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie auch besser sind als wir.“

Quelle: fussball-vorort.de

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