BCF: Die Auswärtsschwäche gegen Ismaning ablegen

Stabilisator: Lamine Guèye (li.) ist für BCF-Coach Reiner Leitl neben Marley Amanquah ein Kandidat für die Sechser-Position gegen Ismaning.
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Stabilisator: Lamine Guèye (li.) ist für BCF-Coach Reiner Leitl neben Marley Amanquah ein Kandidat für die Sechser-Position gegen Ismaning.

BCF Wolfratshausen - Mit dem Nachholspiel beim Schlusslicht FC Ismaning startet der BCF Wolfratshausen (Samstag, 14 Uhr, Leuchtenbergstraße) in die zweite Saisonhälfte. Dabei stehen die Farcheter von der ersten Sekunde an in der Pflicht.

Bleibt alles anders. Darüber sinnierte nicht nur der deutsche Popstar Herbert Grönemeyer, als er diesen Titel im Jahre 1998 erfolgreich interpretierte. Es beschreibt auch ein wenig die Situation, in der sich der BCF auf den Weg zum Klassenverbleib befindet. Gleichgeblieben sind die inzwischen zum Mantra des Vereins gehörenden Sorgen personeller Natur. Natürlich fehlen Reiner Leitl auch im neuen Spieljahr gleich vom Start weg etliche, teilweise wichtige Akteure – zuvorderst Christian Duswald, Daniel Böck oder Jakob Gerg. Komplett anders ist derweil die zu erwartende Aufstellung für den morgigen Nachmittag: Leitl wusste am Freitag selbst noch nicht, wen er letztlich aufs Feld schicken kann. Klar ist allerdings: Korbinian Gillich wird nach langer Leidenszeit und hartnäckigem Drüsenfieber endlich wieder die Innenverteidigung der Farcheter besetzen.

Nahezu völlig von der Bildfläche verschwunden war zuletzt Marley Amanquah. Die Gerüchteküche kolportierte gar einen Wechsel zum benachbarten Heimatverein. Doch jetzt steht der Waldramer plötzlich wieder in der Anfangsformation. „Er hat sehr gut trainiert“, betont Leitl. An seinem Spielsystem mit drei defensiven Mittelfeldspielern hält der 53-Jährige trotz Abwesenheit von Duswald und Aliou Sene hartnäckig fest. Amanquah und Lamine Guèye zählt Leitl als Kandidaten für die Sechser- Position auf. Dass nach den vielen Rückschlägen in der Fremde nun auch auswärts eine Bringschuld besteht, bestreitet der Fußballlehrer nicht.

In der Fremde habe sein Team „zu viel liegen gelassen“, sagt Leitl. Die Rezeptur für den Klassenerhalt klingt einfach: ein Sieg in Ismaning. Dazu wenigstens deren fünf aus den sieben bevorstehenden Heimspielen – tunlichst gleich mit einem Dreier am kommenden Samstag gegen Raisting. „Das wäre richtungsweisend für den Verlauf der Rückrunde.“ Ob die Ismaninger da mitspielen? Leitl zweifelt. Für den Klub aus dem Norden Münchens ist das die „letzte Chance, um ein Zeichen zu setzen“. Bis dato blieb der FCI vor eigenem Publikum sieglos. Damit das so bleibt, stellt Leitl seinen Elf eine uralte Binsenweisheit anheim: „Wer mehr läuft, gewinnt in den meisten Fällen auch.“

Die entscheidende Frage sei, wie sich die „Jungs da heute hineinarbeiten“. Und: „Wir dürfen nicht schlafen.“ Empfehlenswert auch Grönemeyers Textpassage: „Es gibt viel zu verlieren, du kannst nur gewinnen. Genug ist zu wenig – oder es wird so wie es war“. Damit nicht alles anders – oder der BCF am Ende auf der Strecke – bleibt.

BCF Wolfratshausen Schwinghammer – Schubert, Kasperek, Gillich, Arkadas, Amanquah, Guéye, Höferth, Hüttl, Pummer, Schuhmann – Kluge, Amaral, Thiam, Lipotic, Suljanovic, Malinovic, Lehr.

Quelle: fussball-vorort.de

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