Der bittere Friesenbichler-Knockout in der 93. Minute

Sie kämpften und rackerten - und verpassten es, den Sack vorzeitig zuzumachen: Danijel Majdancevic (li.) und seine Rosenheimer mussten gegen die Bayern eine bittere Pille schlucken.
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Sie kämpften und rackerten - und verpassten es, den Sack vorzeitig zuzumachen: Danijel Majdancevic (li.) und seine Rosenheimer mussten gegen die Bayern eine bittere Pille schlucken.

TSV 1860 Rosenheim - Das hatte der TSV 1860 Rosenheim wahrlich nicht verdient! Zum Vorrundenabschluss in der Regionalliga Bayern boten die Sechziger gegen die U23 des FC Bayern München kä...

TSV 1860 Rosenheim - Das hatte der TSV 1860 Rosenheim wahrlich nicht verdient! Zum Vorrundenabschluss in der Regionalliga Bayern boten die Sechziger gegen die U23 des FC Bayern München kämpferisch eine überragende Leistung. Doch die frühe 1:0-Führung hielt leider nur bis zur 83. Minute. Dann kamen die zwei Auftritte von Joker Kevin Friesenbichler, wobei an einem auch der Schiedsrichter nicht unbeteiligt war.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag: Exakt 47 Sekunden waren gespielt, als Freddy Schramme einen Eckball von rechts nach innen brachte. Nach der Verlängerung von Danijel Majdancevic stimmte die Zuordnung in der Bayern-Abwehr nicht und Niki Wiedmann war aus fünf Metern per Kopf erfolgreich – 1:0 (1.). Der Tabellenführer war in der Folge logischerweise spielbestimmend, kam aber nur zu zwei klaren Chancen. Nach einer Flanke von Mitchell Weiser fehlte beim Flugkopfball von Julian Green (15.) ebenso wenig wie beim Kopfball von Abwehrchef Stefan Buck im Anschluss an eine Ecke nach exakt einer halben Stunde (30.).

Auch nach dem Wechsel funktionierte die Defensivarbeit der Innstädter hervorragend. Bis zur 82. Minute konnten die natürlich klar feldüberlegenen Münchner eigentlich nur Fernschüsse vorweisen. Dann vergab der eingewechselte Christian Derflinger die Riesenchance zum Ausgleich (Glanztat Robert Mayer).

Bei der anschließenden Ecke machte es ein anderer Joker aber besser. Friesenbichler stieg am höchsten und köpfte das Leder zum Ausgleich in die Maschen (83.). Nachdem bereits Majdancevic zuvor eine Großchance ausgelassen hatte (Heber ans Außennetz/66.), hätte Schramme die Sechziger in Minute 84 erneut in Front bringen können. Allein vor Keeper Lukas Raeder scheiterte er aber an dessen Fußabwehr. In der Nachspielzeit kam es dann knüppeldick: Erst pfiffen die Unparteiischen Luan da Costa Barros (wäre alleine aufs Tor zugelaufen) fälschlicherweise wegen Abseits zurück. Den folgenden Freistoß führten die Bayern schnell aus. Derflinger flankte zur Mitte, wo Friesenbichler sein zweites Kopfballtor erzielte – 1:2 (90.+3).

„Der Sieg gegen einen ehrgeizigen und gut organisierten Gegner freut uns sehr und war sehr wichtig für uns. Am Ende hat meine Mannschaft intelligent gespielt“, analysierte FCB-Trainer Erik ten Hag. Rosenheims Coach Dirk Teschke platzte bei der Pressekonferenz der Kragen: „Das hat meine Mannschaft heute nicht verdient, auch wenn ab der 75. Minute die Kräfte nachgelassen haben. Doch wenn ich solche Szenen wie bei Luan da Costa Barros nicht erkenne, muss ich mich schon fragen, ob die Schiedsrichter Regionalliga-Niveau haben!“

Quelle: fussball-vorort.de

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