Eching kassiert Klatsche im Toto-Pokal

Blamable Vorstellung

Zu Fall gebracht und aus dem Pokal geworfen, wurden Mustafa Kantar und sein TSV Eching gestern Abend vom Landesliga-Kollegen VfR Garching. Mit 0:5 kam die Leitl-Truppe dabei ganz böse unter die Räder. Foto: Lehmann

Eching - Eching kommt im Toto-Pokal gegen den Ligakonkurrenten VfR Garching mit 0:5 böse unter die Räder

Das schreit nach Arbeit. Im gestrigen Qualifikationsspiel zum bayerischen Toto-Pokal, das der TSV Eching mit 0:5 (0:2) gegen den VfR Garching verlor, war nur wenig bis gar keine Landesligatauglichkeit zu sehen. Zehn Tage vor dem Landesligastart hat Eching nur noch wenig Zeit, diese zu erwerben.

Die erste Halbzeit im Willi-Widhopf-Stadion war ein gehobener Langweiler, weil beide Teams den Test sehr ernst nahmen und als Standortbestimmung sahen. Enttäuschend aus Echinger Sicht war, dass die prominent besetzte Offensivabteilung (Hrgota, Eckmüller, Bircan, Enckell) in 45 Minuten nicht mehr zu Stande brachte als einen ungefährlichen Eckmüller-Schuss. Allerdings kamen auch nicht allzu viele brauchbare Bälle in der Spitze an.

Die Garchinger kontrollierten über weite Strecken das Geschehen, ohne aber selbst mit Glanz und Gloria nach vorne zu spielen. Der Gast hatte in der ersten Halbzeit vier gefährliche Torschüsse, von denen zwei mit großartigen Abschlüssen den Weg ins Tor fanden. In der 41. Minute wurde Oliver Hauck auf die Reise geschickt und traf aus vollem Lauf in Bedrängnis das lange Eck.

Der Treffer war wirklich gut gemacht und Torwart Ferdi Kozel traf keine Schuld. Dafür machte der Schlussmann 120 Sekunden später eine richtig unglückliche Figur. Kozel stand gut 25 Meter vor seinem Tor - Garchings Edeltechniker Dennis Niebauer nahm von der Mittellinie aus Maß und traf in den leeren Kasten.

Wenn es noch offene Fragen gab, so beantwortete Garching diese direkt nach Wiederanpfiff. Erst traf Niebauer mit einem Distanzschuss (51.) und dann legte der sich in der Viererkette offenbar zu sehr langweilende Abwehrchef Carsten Henrich (53.) nach.

Der TSV Eching zeigte praktisch gar nichts und gab ein erschreckendes Bild ab. Das 0:4 kurz nach der Pause ging auch in der Höhe in Ordnung. Garching spielte locker zu Ende und kam fünf Minuten vor dem Ende noch zum fünften Tor.

Der Ligakonkonkurrent aus der Nachbarortschaft hat ein gewaltiges Ausrufezeichen gesetzt. Garching war in allen Belangen eine Klasse besser als die Formation, mit der der TSV aufwartete.

Unterdessen sah der Echinger Trainer Reiner Leitl einmal mehr, dass ihn noch verdammt viel Arbeit erwartet. Die Nachbetrachtung der teilweise leblos wirkenden und deshalb auch ziemlich blamablen Vorstellung wird für die Spieler kein Vergnügen werden. (nb)

Quelle: fussball-vorort.de

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