Bruck hinten endlich zu Null

Nickoy Ricter (r.) mühte sich in Friedberg 62 Minuten, dann wurde das von denen Junioren gekommene Eigengewächs ausgewechselt.
+
Nickoy Ricter (r.) mühte sich in Friedberg 62 Minuten, dann wurde das von denen Junioren gekommene Eigengewächs ausgewechselt.

SC Fürstenfeldbruck - Zum ersten Mal ist die Abwehr des SC Fürstenfeldbruck ohne Gegentor geblieben. Ein eigener Treffer wollte den Bruckern am Freitagabend in Friedberg aber auch nicht gelingen.

Auch weil Schiedsrichter Jochen Gschwendtner bei zwei mehr als strittigen Situationen auf den Elfmeterpfiff verzichtet hatte. Brucks Stürmer Maximilian Murphy war nach seiner Auswechslung in der 80. Minute kaum zu beruhigen. „Das gibt’s doch gar nicht“, wetterte er. „Zweimal so klar...“ Unmittelbar zuvor war der Angreifer im Friedberger Strafraum zu Boden gegangen – klar getroffen von seinem Gegenspieler. Ähnliches hatte sich bereits in der ersten Halbzeit zugetragen. In beiden Fällen ließ Gschwendtner das Spiel aber weiterlaufen. Auch zum Ärger von SCF-Trainer Tarik Sarisakal. Der gab sich zunächst zwar diplomatisch: „Es steht mir nicht zu, über den Schiedsrichter zu diskutieren.“ Auf Nachfrage sagte er aber doch: „Das waren zwei klare Elfer. Wenn er den ersten nicht gibt, dann muss er wenigstens den zweiten pfeifen.“

Aber nicht nur wegen dieser beiden Szenen hätte sich der SCF mehr als den zuvor avisierten Punktgewinn verdient gehabt. „Wir waren die bessere Mannschaft, hatten die klareren Chancen“, urteilte Sarisakal nach dem Schusspfiff. Die beste Möglichkeit hatte Serkan Türkcan, als er sich im zweiten Durchgang gegen drei Gegenspieler durchsetzte, anschließend aber nur die Latte traf. Auch sonst bestimmten die Brucker das Geschehen weitgehend. Die ganz großen Chancen gab es zwar nicht, aber in der Vorwärtsbewegung wirkte der SCF allemal gefälliger und gefährlicher als die Hausherren. Die Friedberger kamen überhaupt nur einmal erwähnenswert vor der Brucker Tor – dafür aber mit Schmackes. Glück für den SCF, dass Lukas Welzmüller in dieser Situationen auf dem Posten war und mit einer Glanzparade den Rückstand verhinderte.

Während Sariskal mit der Ausbeute für die Bemühungen seiner Spieler nicht zufrieden war, stimmte ihn ein anderer Fakt dagegen froh: „Die Mannschaft weiß jetzt, dass sie auch zu Null spielen kann.“

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare