Bruck und Unterföhring vor Rollentausch?

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Der FC Unterföhring kommt als stolzer Tabellenführer der Landesliga zum krisengeschüttelten Ex-Bayernligisten.

FC Unterföhring - Fürstenfeldbruck ist kein gutes Pflaster für den FC Unterföhring. Zwei Niederlagen gab es da zuletzt, 1:2 im April 2006, 0:1 im Mai 2007. Das Techno-Markt-Stadion hieß damals noch Stadion an der Klosterstraße.

Gespielt hat Unterföhring gegen die Zweite der Brucker, in der Bezirksoberliga. Am Samstag (14 Uhr) kommt Unterföhring nun zur Ersten, als stolzer Tabellenführer der Landesliga zum krisengeschüttelten Ex-Bayernligisten, der um den Klassenerhalt bangt.

So schnelllebig ist der Fußball! Für Unterföhring ging’s steil nach oben, für Fürstenfeldbruck eher nach unten. 2006 war Fürstenfeldbruck noch etablierter Bayernligist, 2007 stieg man aber sang- und klanglos ab, spielt seitdem in der Landesliga eine eher bescheidene Rolle. Fünfter, Elfter, Siebter, Platzierungen, die nicht dem Anspruch des SCF genügen dürften.

Nun ging man als Elfter in die Winterpause, gerade mal drei Punkte vor der Abstiegszone. Und die Vorbereitung begann mit einem Paukenschlag: Als sich die Truppe zum ersten Training im Jahr 2011 traf, stand sie nach fünf Minuten ohne Trainer da. Dirk Teschke war nur noch gekommen, um seinen Rücktritt zu verkünden. „Ich will mein Gesicht wahren“, hatte er erklärt und zog damit die Konsequenz aus einer schrittweisen Demontage.

Nun hat Roberto Fontana, erfolgreicher Trainer der U19, übernommen. Sein Auftrag: Eigene Talente einbauen und mittelfristig zurück in die Bayernliga. Ein harter Job in einem schwierigen Umfeld. Ausgerechnet jetzt kommt der FC Unterföhring. Vor acht Monaten erst aufgestiegen, steht der Klub nun vor dem Durchmarsch. Und wenn es ganz blöd läuft für Fürstenfeldbruck, ist der Rollentausch bald vollzogen. Unterföhring in der Bayernliga, Bruck in die Bezirksoberliga. Zumindest die Schmach, dort gegen die Unterföhringer Zweite antreten zu müssen, bleibt dem stolzen SC wohl erspart: Die nämlich spielt in der Kreisklasse.

Quelle: fussball-vorort.de

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