Brucker halten gut mit - aber müssen sich geschlagen geben

Lange Gesichter bei den Bruckern nach der Niederlage gegen die Haching-Reserve.
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Lange Gesichter bei den Bruckern nach der Niederlage gegen die Haching-Reserve.

SC Fürstenfeldbruck – Die kleine Serie des SC Fürstenfeldbruck von drei Spielen ohne Niederlage ist vorbei. Bei der Drittligareserve der SpVgg Unterhaching setzte es eine 0:2 (0:1)-Pleite.

Die kam zwar nicht unerwartet, war aber trotzdem nicht unbedingt nötig. Vor einem Fußballspiel legen sich die Trainer meist eine ausgeklügelte Strategie zu recht. Die Taktik wird vorgegeben, die Gegenspieler zugeordnet, jede Eventualität versuchen die Übungsleiter zu berücksichtigen.

In der Fachsprache heißt das dann Matchplan. Doch ein solcher Matchplan kann auch mal ganz schnell über den Haufen geworfen sein. Genau das passierte dem SCF in Unterhaching. Das Spiel hatte gerade erst begonnen, da stand es auch schon 1:0 für die Gastgeber. Hachings nomineller Starstürmer Andreas Fischer hatte die U19-Leihgabe Alexander Auerweck derart gut in Szene gesetzt, dass dieser kaum noch vorbei schießen konnte. Was das für Roberto Fontanas ausgeklügelten Matchplan bedeutete, ist klar: „Das hat uns aus dem Konzept gebracht.“ Eigentlich wollten die Brucker nämlich aus einer stabilen Defensive heraus agieren und über Konter zum Erfolg kommen. Stattdessen mussten sie nun das Spiel machen.

Und das machten sie gar nicht mal schlecht. Optisch waren die Brucker Youngster den favorisierten Hausherren nämlich durchaus ebenbürtig, phasenweise sogar überlegen. Allerdings gab es auch wieder ein Manko zu beklagen: Der SCF erspielte sich nur wenige Tormöglichkeiten, und konnte diese auch nicht nutzen. „Wir sind einfach zu brav“, konstatierte Fontana nach der Partie. „Die Aggressivität in den Zweikämpfen hat gefehlt.“ Nur mit spielerischen Mitteln waren die Hachinger allerdings nicht zu knacken. Und so kam es, wie es kommen musste: Mitten rein in die zu harmlose spielerische Überlegenheit des SCF setzte erneut Fischer einen Nadelstich. Diesmal schlug er beim 2:0 selbst zu.

Obwohl der ehemalige Schüler von Bayern- Reservetrainer Mehmet Scholl nicht den fittesten Eindruck machte, war er für Fontana am Ende der Akteur, der den Unterschied ausmachte. Der Trainer wertete die Niederlage nicht als Beinbruch, „obwohl wir natürlich lieber gepunktet hätten“. Und so freute sich am Ende Hachings Trainer Florian Ernst. Der hatte nämlich auf eine frühe Führung seiner Elf gehofft. Sein Fazit: „Unser Matchplan ist heute zu 100 Prozent aufgegangen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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